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Der israelitische Volkslehrer · 1859-09-01 · Heft 9 (September 1859) · page 34

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 9 (September 1859)
Date
1859-09-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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IRI
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ZÜA ÄMldstAm. Liefe häusliche Sabbath - Ceremonie Ves Sögnens der Kindn nicht dringend genug anempfehlen.*) S.—d. 52. Rundschau. -NNVM '»^VVO Frankfurt a. M., Ende September. Von einem für den Unterzeichneten iu vielfachen Beziehungen bedeutungsvollen Anfenthalte zu Trier, während der Einweihung der neuen Synagoge daselbst, haben wir in unserem ..Freitagabend" ausführlichen Bericht erstattet. Wir haben von eine Orthodoxie gefunden, welche weit entfernt ist, sich mit Eigensinn dem Besseren zu verschließen und mit ängstlichem Anklammern an VeralLeles sich nur selbst den sicheren Sturz zu bereiten, sondern in wahrer Weisheit, die nach den Aussprüchen Salomo's stets eins ist mit ächter Frömmigkeit, das Gute auch in den besseren Einrichtungen der Neuzeit anerkennt und ihrem Rabbiner, unserem wackeren und gesinnungstüchügen Kollegen I. Kahll, welcher unfern Lesern aus mehreren grundlichen Ab- —Handlungen vortheilhastest bekannt ist, mit vollem Vertrauen anhangt und folgt. Dieses schöne Resultat hat derselbe auch in seinem Bezirke erzielt, so daß in dieser Hinsicht mancher Rabbiner der Gegenwart, der jeder SezirkSgemeinde und jedem Gemeindevorsteher gegenüber ein anderer ist, bei ihm lernen konnte. So ist mir der Entwurf einer Synagogenordnung zu Gesichte gekommen, welche s. Z. der talmudisch grundgelehrte, durch und durch orthodoxe „R. Noseke UersiA" vorgeschlagen, und worin, außer anderen zeitgemäßen Reformen, der Antrag gestellt wird, alle Selienotv zu purifieiren und von allen Stellen zu befreien, die mittelalterliche Gesinnung athmen. Daran mögen die heuchlerischen Augen-Berdreher und Zudrücker sich ein Beispiel nehmen, welche auch für den Haß und für die Rache eitt Symbolum in Bereitschaft haben. Die beiden Predigten, welche der Unterzeichnete in der neuen Synagoge zu Trier abzuhalten von dem dortigen Rabbiner uud Gemeinde-Vorstande ersucht wurde, und die: ..die Synagoge der Gegenwart" und: „die Lehren aus der Geschichte Israels" zum Gegenstand hatten, werden, in Verbindung mit den Einweihungsredeu des Herrn Ober-Rabbiners Kahn, nach den Feiertagen in einem besonderen Hefte herausgegeben werden. — Diese vier Vorträge haben ihres heilige» Zweckes nicht verfehlt und den Frieden in der Gemeinde, sowie ihr schönes, iuuigeS Berhältuiß zu den nichtisraelitischeu Bürgern auss Neue befestigt, so daß wir dieselben, mit erhebendem Selbstgefühle, als *) Der geneigte Leser findet über diesen Gegenstand einen sehr gut geschriebenen Aussatz von O.-R. «ahn im »Freitagabend", Nr. 14, S. 210. L.S.

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