Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 9 (September 1859)
- Date
- 1859-09-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Die häuslichen Ceremomeea des Judeuthums. Völkern Vortheilhaft zu unterscheiden, — somit die am Sabbath gewdnnene Heiligung der Gesinnung und Stärkung der moralischen Kraft in den Handlungen und Unternehmungen der bevorstehenden Woche zu bewähren. Dieß ist der Schluß des Gebets und der Ceremonie. Die Einleitung bilden Vertrauen erweckende Bibelsprüche, mit denen sich das im Mittelalter vielfach verfolgte und bedrängte Israel gegen die zu befürchtenden Gefahren der neuen Woche wappnete, sich auch Trost und Muth zusprach. Israel war am Sabbath in der Stille seiner Behausungen kaum sicher, geschweige wenn das geschäftige Treiben der Woche sie wieder ins Leben hinaustrieb und wiederholt den Neckereien und Verfolgungen der Andersgläubigen blosstellte. Da riefen sie beim Ausgang des Sabbaths und^Mm^Veginn^er-Wvche^^ Gott meines Heils und meiner Hülfe, auf Dich vertraue ich, ich fürchte Nichts! :c. :e." Aus dieser Zeit der Verfolgung stammt dieses Gebetstück: . . . ."»2.1 — Die Ceremonie des Lichts ist der L. beigegeben, weil die Benutzung U des Lichts und Feuers am Sabbath untersagt ist. Es wird damit gleichsam der Wiederbeginn der Werkthätigkeit symbolisch angedeut^^er^Mauch^,U)ie Hanv vor dem Licht zu schließen und zu öffnen (nicht die Nägel zu besehen,.wie vielfach, aber falsch, im Volke angenommen wird) ist durch Scrupulosität der spätern Orthodoxie hervorgerufen worden, um zu verhüten, daß die betreffende Benediction nutzlos gesprochen werde. Es sollte dadurch (durch Erzeugung von Licht und Schatten beim Oeffnen und Schließen der Hand) dem Auge ein Genuß: die Wahrnehmung des Lichts geschaffen werden. — Die Ceremonie der Wohlgerüche wurzelt in dem Gebrauche der orientalischen Vornehmen, die Mahlzeit, wie überall das Leben durch Wohlgerüche, Salbungen, wohlriechende Blumen und Räucherungen angenehm zu machen. Wohlgerüche gehörten also und Blumenschmuck und Duft gehören vielfach noch zu den Auszeichnungen des Sabbaths (m? -,12^). Es ist nun zu natürlich, daß sich mit dem Ausgange des Sabbaths das Gemüth ungern von dem Wohlleben und den Bevorzugungen des Sabbathlebens lossagt und trennt. Wo möglich, spinnt sich die