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Der israelitische Volkslehrer · 1859-09-01 · Heft 9 (September 1859) · page 10

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 9 (September 1859)
Date
1859-09-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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i Zeichen der Gegekwärt. mter Ihrem Rex eoelorum, den sie Moloch genannt, zu Ehren « gethan haben, zuschreibt. Was so alt, so allgemein geübt, wid D so heilig gehalten ward, das muß wohl in der Tiefe der N Menschheit begründet, und daher eine gottgefällige Einrichtung, N ein heiliger Opferdienst, sein. Und damit wird denn auch für! die WiederherstelluTrF^eses, dmch den schlechten Raiionalis-! mus im Staat und in der Kirche unterbrochenen Opferdienstes, gehörige Sorge getragen, und Anstalt gemacht. Dieses Holokaustum verfluchter Ketzereien soll wieder auf die Ketzer selbst ausgedehnt und diese selbst, während ihre Gedanken auf den Index, auf den Holzstoß gebracht werden. Noch ist alles vorhanden, alles bereit, und in der Kirche Loxra la Älmerva steht noch das hohe Symbol der Dominikaner, der Hund mit der brennenden Fackel in der Schnauze, un^ erwartet die neue Losung zum Anzünden. Wir haben indeß ganz besonders aufmerksam das Wunder zu betrachten, das H. Tarquini aus jener Jnschxift des Redn ers herausspeculirthat; das ist das Wunderder Feuer- .schlangt, des Szaraph (^y), d.i. des Gottes Serapis, dem geopfert wird, und der sich sichtbar als Schlange offenbart. Dieser Seraph nämlich ist der alte Heilsgott, der Therapeuon, (^y), oder der Agathodämon, wie ihn die Alten mehreren guten Gottheiten symbolisch beigesellten, z, B. der Minerva medica, dem Aesculap. Sein kupfernes Abbild spielte selbst in Jerusalems Heiligthum eine hohe Rolle; es ward dem Moses zugeschrieben, indem man sich nicht scheute diesem hohen Sohne Gottes ein Werk beizulegen, das er in seiner Lehre nicht nur auf's ernsteste untersagte, sondern selbst mit dem Fluche belegte: Verflucht, wer em Bildniß macht, ein ehernes oder steinernes :c. (Deuten. XXVII, 15). Nun soll trotzdem Möses selbst ein solches ehernes, abgottisches Schlangen bild gemacht, und den Israeliten zum Heilsgotte hinterlassen haben; daß ein solches .Götzenbild im Tempel gestanden habe, und götzendienerisch verehrt wurde, sagt ausdrücklich die Bibel selbst, wie auch, daß erst der wahrhafte Gottesdiener, der fromme König Hiskiab, es als einen Gräuel der Abgötterei, zerstört, und aus dm

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