Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 9 (September 1859)
- Date
- 1859-09-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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272 Zeichen der Gegenwart. brannt wurde, sondern, so doch etwas verbraten werden sollte, von einem nicht bratenden, sondern gebratenen, einem saftigen Ochsenbraten zur Todtenfeier die Rede sein soll. So vieldeutsam ist das, was man nicht kennt, durch ein anderes, was man ebenfalls nicht kennt, wenn es einem nur um eine wächserne Nase zu thun ist, oder um etwas Goldsand semitischsprachlicher Gelehrsamkeit, in die Augen der ignoranten Maulaffen zu streuen. Leider hat auch mein liebes Vaterland, das nun einmal den Ehrentitel der Gründlichkeit weg hat, in der langen und glänzenden Reihenfolge seiner Symboliker und Mythologen solche Meisterstücke semitischer Sprachwindbeutelei, zu beklagen. Unter diesen Riesen von Alterthumsforschern ragen die Häupter Sikler's, Kanne's, Creuzer's, als die bedeutendsten hervor, und alle machten überraschende Entdeckungen! Da geschieht es denn, daß jedweder, der in den Spiegel dieser Hexenküche schaut, sein Gretchen in ihm erblickt: der, der gerne Ochsenbraten mag, einen Ochsenbraten zum Todtenschmause; der aber, der lieber lebendige Ketzer braten möchte, einen solchen, zur Ehre des Gottes Serapis geschmort. Ldaemi a S0Q Aout! Doch fahren wir im Texte fort: (Man wolle gütigst die Länge des Satzes mit der Treue der Übersetzung entschuldigen!) „Liest man in der Inschrift des öffentlichen Redners (arrinAawre), nach jenen Vorstellungen, die unglaubliche Begebenheit der großen Schlange, die flammend hervorschlüpfte, feurigen Auges über den Weg nach dem Gerichtshofe sich wand, den ^ulns Zletellas in seiner Rede stottern machte; vernimmt man so oft in den etruskischen Legenden den Namen Serapis wiederkehren; sieht man sie sich niederlassen, nicht zwar in Gefäßen, was schon leichter zugegeben werden könnte, sondern auf Spiegelung eingegrabenen Zeichnungen, die selbst in bestimmte Futterale gesteckt werden, niemals aber Anderen einen Aufenthalt bieten, wie es doch die tarquinischhebräische Auslegung des etruskischen „8utk!na-'- verlangen würde, das eben sowohl diesen Spiegeln, als auch der Klaffe von Vasen, als Aufschrift dient, von welchen einzig Herr Tarquiui redet (tavella); sieht man den Eigennamen latuas,