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Der israelitische Volkslehrer · 1859-08-01 · Heft 8 (August 1859) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 8 (August 1859)
Date
1859-08-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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2S6 . Ueber die Heiligkeit der thierischen Erstgeburt, Grunde (n^ri 'i?) nicht auf halbem Wege stehen geblieben, und hätten die Heiligkeit der Erstgeborenen des reinen Viehes für unsere Zeit ganz aufgehoben. Aber sie verfuhren hierbei, wie noch bei vielen anderen Gesetzen, die sie als nicht mehr ausführbar in unserer Zeit, zu umgehen empfahlen, statt aufzuheben. — Nach all diesem trage ich daher kein Bedenken zu erklären: daß es Pflicht sei, die Heiligkeit der Erstgeborenen des reinen Viehes in unserer Zeit ganz aufzuheben und zu beseitigen, und daß es in jedem Falle genügend sei, die betr. Erstgeburten durch Geld, nach dem Werthe (siehe den Schluß der I. Abtheilung) auszulösen, was denn auch noch geschehen möge, um dem bisherigen Gebrauche noch Rechnung zu tragen, und ähnlich, wie bei Okalla: n^inv rnm n^rwn '»12, „damit die Lehre über die Erstgeborenen des reinen Viehes nicht in Vergessenheit komme." ^- — Nachbemerkung. Beim Schlüsse dieser Abhandlung kam mir noch eine Anfrage in Beziehung auf diesen Gegenstand, von einem einfachen schlichten Landmanne zu. Er brachte Folgendes vor: „ich hatte mehrere Mutterschaafe, auf die vorgeschriebene und übliche Weise, an Nichtjuden verkauft; nur ein Einziges warf so plötzlich, daß keine Zeit hierzu mehr war, und stehe da, dieses Junge war ein männliches. Ich behandelte solches als 1^2 (Erstgeboren) und zog es bis jetzt auf, weil der „Loken" es nicht mehr nimmt, und die Leekorim auch nicht mehr m Frankfurt angenommen werden.*) Dieses Schaaf hat nun lange Wolle, die voll Ungeziefer ist, und ist es ein großes yRaekmoQuss" (Mitleid) und „2aar baale ekaHIiQ" (Tierquälerei), dieses Vieh so herumgehen und so leiden zu sehen. Ich alaube, man dürfte dieses scheeren und aus der Wolle A-itK sSchaufäden) spinnen lassen. Jedoch ist es schade, daß diese schwarz ist. — Dies seine eigenen Wort. — *) ES wäre hier eine schöne Gelegenheit für unsere hiesigen glaubenSeifrigen Orthodoxen, eine neue Psleganstalt für Leenorim zu ernchteu. Der Glanz des alten Judenthums würde dadurch gewiß eine neue Glorie gewinnen. — Auch würde sich eine solche Anstalt neben der anerkannt guten Jugendschule unserer orthodoxen Brüder sehr gut ausnehmen! — Kommen denn diese unsere Brüder nicht zur Besinnung, daß manche Dinge, trotz aller Mystik und Sophistit, unrettbar verloren und mmmer zu halten find? ..... L. S.

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