Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 8 (August 1859)
- Date
- 1859-08-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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von Oberrabbmer sahn zu Trier. 257 Dieser Fall gibt noch einen Grund mehr ab, für die Erlaubniß des Scheerenlassens des männlichen Lammes, da doch die Vermeidung der Thierquälerei, n^n 1x2, sogar ein biblisches Gebot (nn"-N5^) ist; er zeigt aber auch zugleich, wie selbst der schlichte und frommgesinnte Landmann gegen das bisherige Verfahren in Beziehung auf „Lsekoi-" eingenommen ist und auf ^sv.-, (Erleichterungen) sinnt, währen er von der anderen Seite sich ein Gewissen daraus macht, gegen die bestehende Vorschrift, ohne die Erlaubniß des Rabbiners, zu handeln. Trier, im Juli 1359. I. Kahn, Oberrabbiner. 46. Reeensiouen und Anzeigen. Einladung zur Subscnptiou. Inmitten der hohen Freude und Ehre, welche meine ehemaligen Schüler und Schülerinnen nahe und fern bei Veranlassung meines 7vjährigen Geburtstages in der Feier des 12. Juni mir bereiteten, tritt dieses mir unvergeßliche Ereigniß als ein Dreifaches an mich heran, als Mahnuug, Ermunterug, Hoffnung. — Die Mahnung lautet: Zeit und Kraft, so lange Gott sie noch schenken will, nützlich zu verwenden. Ermunterung spricht: auch des Lebens Herbst kann, wie der Herbst in der Natur, noch manche liebliche, wenn auch minder wohlduftende, Blume wachsen lassen, noch manche Frucht aus des Sommers Triebkraft zur Nachreife zu bringen. Hoffnung endlich schmeichelte: ich dürfte vielleicht bei derselben Veranlassung, wie von Seiten der Schule, auch von der anderen Seite meines Wirkeus, von der Kanzel aus, ähnliche Freude erleben, ähnliche Beweise freundlicher Erinnerung und Anerkennung zu gewärtigen haben. In dieser Hoffnung ergeht an meine früheren und jetzigen Fachgenossen. an die israelitischen Prediger und Lehrer gegenwärtige Einladung Mr Sudscnption. — Sie betrifft die Fortsetzung meiner Predigt-Skizzen, von denen erst 2 Bände, Genesis und Exodus enthaltend, gedruckt vorliegen; die 3 übrigen Bücher des Pentateuch barren noch immer aus Mangel an bereitwilligen Verlegern der Erscheinung. Dennoch ist es mein höchster, in diesem Augenblicke der einzige Wunsch, dieses Werk als die Quintessenz meiner früheren Kanzelvorträge als ein vollständiges Ganzes der Mitwelt zu übergeben, der Nachwelt zu