Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 8 (August 1859)
- Date
- 1859-08-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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2S2 Ueber die Heiligkeit der thierischen Erstgeburt, * e. Wir haben unter dieser wichtigen Rubrik nachzuweisen wie es sich mit anderen, der Heiligkeit der thierischen Erstgeburt ähnlichen, ganz oder theilweise außerBrauch gekommenen Dingen verhalte. — Wir führen folgendes auf: 1) Die Gaben an die Priester von dem Geschlachteten,— Schulterblatt, Kinnlade und Magen, (5. B M. 18, 3). — Diese finden nach der Zllselma ^kulli» 130, a sowohl inals außerhalb Palästina'^ zur Zeit des Tempels, als auch nachher statt. So auch NaiiQOviäes, Likurioa Cap. 9. Der s^ore äea Cap. 61) entscheidet aber, wie Ra8eki und Rabbi Meir von Rotenburg, daß sie in unserer Zeit nicht mehr statt finden. (Siehe Leck «losexk zur Stelle.) Der Sekulokan ^ruek (Cap. 61, 21) führt aber nur an: „Ewige behaupten, sie finden außerhalb Palästina's nicht Statt," aber nicht, daß sie in unserer Zeit nicht mehr anwendbar seien, (zv.-nt^ "x). Auch viele der größten Autoritäten erklären sich für deren Stattfinden auch noch in unseren Zeiten. — Merkwürdig! — Und dessen ungeachtet denkt Niemand schon lange mehr daran, diese zu entrichten und hat solcher Brauch ganz aufgehört. Interessant ist Hieruber auch die Aeußeruna des Sefer öaekinuek (i"pn .-N2v): „Darüber, ob sie (diese Gaben der Priester) noch jetzt Statt finden, sind viele der größten Kasuisten getheilter Ansicht. Aus der Discussion des Talmuds im Abschnitt: ^Hasroa« (Okulin 130 S.) und deren richtigen Erklärung geht aber hervor, daß sie heute noch Statt finden sollen. Aber, leider! besitzen wir die Macht nicht mehr über die Schlächter, um sie zu zwingen, solche zu geben. Die auf (Sott hoffen, bekommen aber neue Kraft."*) Der gute Mann hoffte also, es werde die schöne Zeit kommen, wo man diese guten Theile den (^okanliu zuwenden wird. Er täuschte sich wohl; denn niemals werden die Schlachtenden sich zu einer solchen Abgabe zwingen lassen. Dem Volke aber sind diese Dmge unbekannt. Um so größere Pflicht ist es, ihm Kenntniß Hieruber aus dem Schachte der Wissenschaft zuzuführen. — ."N 5? ^»2IZ Ott .-N."l l'NDP Ott (* W ZN^N."» O'^DQ.^ ^"UO .^.l V2dt ^, PO^-N ''vX-Hx ^21 Ol'."! 2^7» :N2 IV^M O)!^ ON'-O.'ö O^2V.1 122