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Der israelitische Volkslehrer · 1859-08-01 · Heft 8 (August 1859) · page 8

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 8 (August 1859)
Date
1859-08-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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«4 Zeichen der Gegenwart. zu vergegenwärtigen, zu ihrer Zeit, nach, und nach von selbst erwachen, und dann aus der Begriffsmöglichkeit nicht selten in der Wirklichkeit zu einem unerträglichen Producte werden. Nehmen wir als Beispiel die Idee (das Dogma) eines „allein selig machenden Glaubens" d. h. eines blinden, trotz des Widerspruches und der Einrede der Vernunft (gewaltsam) behaupteten: so haben wir, als Vergangenheit derselben Mysterien aller Art (Traditionen, Gottes- und Weltlehren) und, ihnen gegenüber, andere, die mit ihnen in Conflikt gerathen, nicht zwar in Streit, denn zum Streite gehört Verständniß und ein gemeinschaftlicher Standpunkt, in Gefolge desselben, — sondern in Zank und Hader, wo denn das Eine sich begnügt, wenn das Andere nur unterjocht und verdrängt ist. Dies sind die Ketzereien und Ketzergerichte. Ter Kampf der Meinungen schließt am Ende in der Zukunft dieser Idee, mit jenem Schandflecken der Menschheit, dem Scheiterhaufen. Dieser ist die real gewordene Ausgeburt jenes wesenlosen und unsinnigen Gedankens: daß sich unsere Vernunft anders, als durch sich selbst, beherrschen lassen könne und solle. — Nehmen wir, als Gegenbild: die Preßfreiheit, so ist ihre Vergangenheit alle Wirksamkeit und jeder erhabene Gedanke für die Gemeinschaft unsterblicher Geister, und ihrer EntWickelung durch und aneinander. Diese Ideen waren es, die die Schrift und, nach dieser, die dauerndere, leichtere Vervielfältigung derselben, all die reichen Mittel, bis zum Maschinen- und Stereotyp-Drucke herab, erfinden halfen. — Ihre Zukunft ist die höchstmögliche EntWickelung der Intelligenz, ein Zustand des Menschenthums, der in den Prophezeihungen der Bücher der Offenbarung auf unbestimmte Zeit hinaus verlegt ist. Daher ist es nöthig, daß der Mensch aus seinem gegenwärtigen Jdeenvorrathe die herrschenden heraus hebe, und sich, so weit es nur gehen will, alle Consequenzen heraus rechne. Das könnte der Verwirklichung manches Guten förderlich, und zur Verhütung manches Schädlichen nützlich werden. Das Eon' sequenzmachen ist also nicht zu schelten."*) *j Al» ich dieses niederschrieb, tauste ich des Latieaa nur aus der

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