Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1859)
- Date
- 1859-06-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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«e HteeepPsnen «ad Anzeige». Insbesondere müssen wir aber schließlich den Herrn Herausgeber auf die vielen Druckfehler, die in den Kompositionen vorkommen, aufmerksam machen; denn nirgends schaden solche mehr, als in der Musik. Der musikalisch Gebildete wird dieselben zwar leicht finden und verbessern; allein leider besitzen gar viele jüdische Cantoren, wie der Herr Verfasser selbst wahr bemerkt, wenig oder gar keine musikalische Bildung und können solche dann leicht irre geführt werden, was für sie, sowie für den Synagogengesang, jedenfalls bedeutenden Nachtheil hat. — Nach Entfernung Dieser Mißstände, die Schreiber dieses aus wohlgemeinter Absicht nicht verschweigen zu dürfen glaubte, wird diese Zeitschrift einem großen Bedürfniß in unsem Cultuswesen abhelfen, und indem wir dieselbe den jüdischen Gemeinden und Cantoren zur Anschaffung dringendst empfehlen, drücken wir unserem wackeren Collegen dankeno die Hand und wünschen seinem der Verherrlichung des jüdischen Gottesdienstes gewidmeten Werke den besten Fortgang. — Neue Lehrmethode zum Schnellunterricht in zwölf Lektionen, nebst einer populären Anleitung, die Fehler der Aussprachen, zu heilen. Von I. M., Volksschullehrer. Wien 1859, bei Jakob Dirnböck. Wenn das vorliegende Buch auch eigentlich nicht in das Bereich des isr. Volkslehrers gehört, so glauben wir doch, Eltern und Lehrer auf den den Haupttheil der Schrift bildenden vorausgehenden Aufsatz aufmerksam machen zu dürfen. Dieser behandelt einen eben so interessanten als schwierigen Gegenstand — die Fehler der Aussprache, insbesondere das Stottern, Stammeln, Schroffeln:c. der Kinder zu heilen. Tie Lehrer wissen, welche Pein uns derartige Gebrechen oft machen. Dieser Artikel, sowie der weitere philosophische Tbeil des kleinen Schriftchens, welcher sich mit der Natur der menschlichen Sprachorgane beschäftigt, und demgemäß eine Einsitr in die Funktionen derselben beim Leseunterricht bezweckt, machen die Schrift für alle Lehrer lesenswerth und unterscheiden sie von gewöhnlichen Fibeln zum Lesenlehren — wenn man auch des Verfassers Schnellunterrichtsmethode nicht auszufich! ren beabsichtigt. Klingenstein.