Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1859)
- Date
- 1859-06-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Leeenfioneu und Anzeigen. Krenq gehalten werden, i>amit das unrichtige Lesen nicht zur Gewohnheit werde. Es sollte mehr Rücksicht auf dasSchewa, Milel und Milra genommen sein. Der Text sei nicht dem Gesang, sondern umgekehrt der Gesang dem Text angepaßt. Ein Beispiel möge genügen: Im „Lechoh dodi", welchen der Herausgeber nach verschiedenen Uebungen als ersten Gesang sn^ee^Chorstunde aufführt, haben die Silben der Wörter: Lechoh dodi", „pene Schabbos" Noten von gleicher Zeitdauer, ebenso in „nekabbeloh" das erste Schewa ein vollständiges Viertel, also überall dasSchewa einen schweren Taktlheil. Das Schewa kann aber nur richtig und schön ausgesprochen werden, wenn es unter einem leichten Takttheil steht, oder wenn ihm ein Vorschlag gegeben wird, was ja leicht zu bewerkstelligen und von dem Herrn Verfasser in anderen Gesangstücken auch berücksicktigt worden ist. Ebensowenig kann ich mich mit der Unterlegung der VerseAschre und Schema Iis roel bei den Treffübungen Seife id u. 1V des III. Bandes einverstanden erklären; da hier Milel und Milra gar nicht berücksichtigt werden kennte und hierdurch die hebräische Sprache zu sehr Roth leidet. Wollte man diese Uebungen mit lauter Viertelnoten nehmen, so hätte ja der unterlegte deutsche Text genügt. — Was die musikalischen Beilagen anbelangt, so ist hier Vieles, wir möchten fast sagen, zu Vieles geboten. — Für einen geringen Preis erhält nmn hie^vortreffliche Svnagogenzesänge aus größeren Werken, z. B. aus dem Wieners Pariser, Mnchener, Frankfurter u. a Synagoaengesängen, sowie viele Original-Compositionen, und macht varum diese Zeitschrift vielen Gemeinden und Cantoren die mit vielen Kosten verknüpfte Anschaffung genannter Gesänge unnötbig.— Das Zuviel betreffend, erlaube ich mir zu bemerken, daß sich hier gar Manches findet, was weder im Allgemeinen musikalischen Werth hat, noch insbesondere für den jüdischen Gottesdienst palend ist. Wenn wir es auch ganz zweckmäßig finden, daß eine liturgische Zeitschrift dem jüdischen Musiker Gelegenheit geben M, seine für Miseren Gottesdienst geeigneten Kompositionen, er auf andere Weise dem jüdischen Publikum nur schwer Zugänglich machen kann, hier niederzulegen, so soll sie doch "cht gazu dienen, alle Musikstücke und Stückchen, die nichts weniger als Synagogengesänge sind, aufzunehmen. Der Raum gestattet mir nicht, speziell auf die Sache einzugehen und erlaube ich mir nur, im Interesse und zum Vortheil des lobensvurdlgen Unternehmens des Herrn Herausgebers denselben ju eichen, künftig vorsichtiger zu Werke gehen zu wollen. —