Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1859)
- Date
- 1859-06-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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1LL Sine traurige Predigt, sich hier und da versammeln, um den Gerechten zu betrauen: und zu beweinen, die sich hier und da beim llespeä eines großen Mannes einfinden, fühlen und verstehen es kaum, welches Unbeil für das kommende Geschlecht dadurch entsteh daß der Fromme vom Tode hingerafft wurde." Also das ist das „reine Wort Gottes," das man nach des Verfassers Anficht predigen soll!! O, ihr neuen „Seelsorger," „Doctoren" und „Prediger," die ihr euch erdreistet, diesen erhabenen Bers nicht also zu „ckarseknen," sondern nach seiner wahren Bedeutung anzuwendend. Ihr predigt nicht das reine Wort Gottes! Der so tief Betrauerte ist R. Leklovao Huetsek s. A. p^.i ^M AVZ/NP.IQ^V mit welchem so viel für die Zukunft und die lernbegierige Jugend zu Grabe gegangen. Wir haben zwar nie Etwas von diesem großen Manne gehört, x5? ^>2tt und wollen wir alles Gute, das Herr Roth ihm nachgesagt, gerne glauben, ja noch mehr, vondem seligen Frommen sogar behaupten, daß auch scheu in seinem Leben der Friede in seinem Busen wohnte, welchen ihm der Verfasser (S. 198) abspricht, indem er sagt: »Der Frieden, der nie in dem Busen eines großen Mannes wohnte, stellt sich doch im Grabe ein, m^>5? nZ'», ja im Grabe herrscht für den Frommen vollkommener Friede." Wir sehen hieraus, wie tief er seine Frommen erniedrigt, wenn er ihnen den Frieden im Innern gänzlich abspricht, der erst im Grabe sich einstellt. Wir dürfen uns daher nicht so sehr beklagen, wenn er uns so arg mitnimmt. Wir, und mit uns gewG alle wahrhaft Frommen glauben mit unseren alten Talmudisten, daß, trotz aller „Unannehmlichkeiten" des Lebens der wahre innere Friede stets im Busen und gerade im Busew des wahrhast Frommen und ächten großen Mannes ruht, »sonst ist er nicht wahrhaft fromm und groß. Diese sind ja die Leiden (^-NO''), die der Fromme stets mit Liebe hinnimmt und hinnehmen soll, nach der Vorschrift und dem Beispiele der Talmudlehrer. Auch glauben wir, daß das: „er ziehe ein in Frieden" (Oi^V ^) sick nicht auf „das finstere Grab" bezieht, da ja in diesem nicht voll kymmener Friede, sondern nur stille Ruhe herrscht, vielmehr auf das Hinziehen der Seele der Frommen in die höhere Region, in das ewige Leben. Dort nur herrscht der höchste Friede. Im Grabe hingegen nur Ruhe, Stillstand und Verwesung des Körpers, auch des Nichtfrommen. Oder sollte der Verfasser für diesen etwa das schreckliche „lSI'uwt Kakkeder" annehmen? Fast möckten wir's glauben, aber ibu selbst für einen „Boten des Verderbens" halten! — Denn