Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1859)
- Date
- 1859-05-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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les 32. Rundschau. -N".VZ)tt '^Q^Q Frankfurt a. M. im Mai.—Das Würzburger Attentat. — Zu der horrenden Aet-Angelegenheit, worüber wir im Februar-Hefte d. Z. Bericht erstattet, ist uns neuerdings aus authentischer Quelle, deren Zuverlässigkeit wir verbürgen könneu, noch folgender Zug mitgeteilt worden, welcher das Gemälde fast unglaublicher Unverschämtheit und bornirter Orthodoxie vollendet. — Als nämlich der verzweifelte Vater jener unglücklichen Frau, die von ihrem Manne böswillig »erlassen war, dem Würzburger Autokraten sagte, er sei gezwungen, um seine Tochter nicht auf ewig versitzen zu lassen, sich von anderer Seite Hilfe zu suchen, da runzelte der geistliche Herr die Jupiterstirne und blitzte mit folgenden Worten auf den armen Bater (wir setzen sie buchstäblich hierher:) „Das sage ich Ihnen, ein „Rak" wird kein,,(5et" geben; und „wenn ein „Rabbiner" ttetgibt, so werde ich mit noch mehreren „„RabduveiQ" erklären und bekannt machen, daß der Kst „nicht gältig ist." — Welche unerhörte Impertinenz! welcher geistliche Dünkel — ^55 ->O2M Wir klagen hiermit den Würzburger Rabbiner vor ganz Israel des schändlichsten Bruches der jüd. Ehegesetze an, welche eine solche Erklärung aufs Strengste verpönen! — Uebrigens ist dieses tragische Sreigniß bereits in'S Komische umgeschlagen und dem Schicksal des Lächerlichen verfallen! — In dem dahier erscheinenden neo-orthodoren Blatte nämlich, in einer Anno nce —sie transit Aloria wuizck! — stimmen drei baierische Rabbiner, unbekannte, irrationelle Größen, ihrem Meister bei, welchen sie „xocko! naöäoi-," d. i. den „großen Mann des Jahrhunderts" nennen! — Nuu, groß vielleicht von Körper — aber von Geist? — da müßte er jetzt ein anderer sein als c!-äevant zu Fürth, wo wir mit ihm zugleich auf der „^esetuda" waren, und alle „Wohllerner" ihn für einen großen — beschränkten Kopf gehalten haben, wovon auch seine gedruckten Sachen ein vollgültiges Zeugniß abgeben.—Dabei schimpfen die kleinen Leute auf Herrn vr. Werner, der kein „Sckimmusek" (Frequenz großer Talmudlehrer) gehabt habe und doch dem „großen Manne des Jahrhunderts^ entgegen gehandelt. Herr vr. W. wird den Calumnianten die Antwort nicht schuldig bleiben. Uebrigens haben sie vergessen, daß in dem Rabbiner-Eollegium, welches den betr. „6et" gegeben, auch vr. Löwi saß, der mehr „8e!um-