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Der israelitische Volkslehrer · 1859-05-01 · Heft 5 (Mai 1859) · page 19

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 5 (Mai 1859)
Date
1859-05-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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554 Res«m6 über die Frage: Was ist die Conflrmation? schoben und untergeschoben, was er mich bat sagen lassen und was ich doch nicht gesagt, wollte ich alle Mißverständnisse und daraus gezogene Konsequenzen einer weitläufigen Erörterung unterziehen, wollte ich ferner die Lücken aufdecken, die er in seiner Entgegnung gelassen, die schwachen Seiten, die unverteidigt geblieben, die Scheinschlüsse, die in der Luft hängen — ich könnte noch manchen Bogen des Volkslehrers damit füllen, werde mich aber hüten, es zu thun. Wo und wie sollte dann die Sache ein Ende finden? Der aufmerksame und kundige Leser wird, denke ich, schon von selbst herausgefunden aben, wo die Wahrheit liegt, daß eine Verständigung angeahnt ist und wir im Grunde nicht gar weit auseinander gehen: — das Resultat hervorzuheben und zu diesem Zwecke nochmal? in der Kürze den Streit zu resumiren, sei mir gegönnt. Es stand in Frage: Was ist die Konfirmation? Holdheim's Erklärung, sie sei Eintritt in den Glaubensbund, konnte — mir so wenig genügen als Stein's, sie sei Eintritt in die Gemeinde, weil es thatsächlich keines Eintritts bedarf. Mein Angriff richtete sich besonders gegen Holdheim, weil es bei ihm, der von keinem Geburtsjudenthum wissen will, den Anschein hatte, als sei seine Erklärung eine strenge Konsequenz, als nehme er es damit ganz stricte und müsse ein feierlicher Act des Eintritts nothwendig sein, wie er denn selbst von einer solchen Notwendigkeit wiederholt gesprochen. Sowie er nun aber das Zugeständnis macht, daß er es mit der Sacke nitt so genau nehme und diese Notwendigkeit nicht so stricte gemeint habe, daß der Eintritt auch „stillschweigend und tbar sächlich" erfolgen könne, d. h. ohne Aufnahme, ohne irgend eine äußere Kundgebung, ist im Grunde das Object des Streites weggeräumt und verschwunden, unv es kann ihm zugegeben werden, daß der Confirmirte seinen Eintritt in den Glaubensbund sich mehr zum Bewußtsein gebracht hat, als wenn die Konfirmation unterblieben wäre. Die Achse aber, um die sich der Streit dreht, ist die Frage: „Gibt's ein Gebilrtsjudenthum?" Wir bejahen, Hold' heim verneint und zeigt sich als geharnischter Gegner der Bejahung. Uns doch hat der Austausch der Gedanken dargetlM, baß es mit seiner Gegnerschaft nicht so weit her ist, taß er zur Hinterthüre wieder herein gelassen hat, was er zur Vo^ oertküre mit so vieler Emphase hinaus getrieben — herein lassen mußte, weil die Macht der Thatsachen größer ist, als alle. Tiraden und Sophismen und Haarspaltereien. Ick sagte un? sage es noch und bin durch Alles, was .Holdhelm angeführt, nur in dem Gesagten bestärkt: Es gibt ein Gebnrtsjuden-

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