Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 4 (April 1859)
- Date
- 1859-04-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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RMdMvniste noch ber ^nS, lägen, sich Mch. jetzt??och dagegen erklären. Hiervon abgesehen, seiea auch in praktischer Bfzichung die größten Schwierigkeiten vorhallden.. Ein Jude könne einem Christen keinen Eid abnehmen, das sei und bleibe, unmöglich; denn die christliche Eidesformel laute: ,so wahr i mir Gott helfe und sein heiliges Evangelium", oder: „so wahr mir Gott z helfe durch Jesum Christum zur ewigen Seligkeit." Im Uebrigen bekenne! er sich ^zu de.r Theorie, daß organische und gesetzliche Bestimmungen durch! allgemeine Grundbepimmungen her Verfassung nicht .ausgehoben worden Z seien, noch überhaupt hätten aufgehoben lverhe^r könneil. Gerne werde! die StaatSregierung indessen bereit sein, die ganze Frage nochmals in i Erwägung zu ziehen^ Der Minister des Innern: Er ersuche das hohe Haus, keinen unbedingten Beschluß auf Berücksichtigung zu fassen, sondern die Petition.^dev Staatsregierung zur nähern. Erwägung zu überweisen. Die Erwägung, er Mne das versichern, werde die ernsteste Z sein, und was die Regierung von den Wünschen des Petenten bewilligen l könne, das werde sie gewiß thun- ^- Der Handelsminister glaubt hinl sichtlich seiner Maßnahmen die Bestimmungen der Verfassung nicht überj schritten zu haben, 7-. Mg., v. Vincke (Hagen): Der Justiz-Minister ä hat dm Juden: das ytecht abgesprochen, al4 Richter" zu fungiren, und z dies hauptsächlich darapf begründet, daß die jüdischen Richter nicht im I Stande seien, ..christliche Eide abzm^ das von dem Justizj Minister hervorgehobene „Bedenkens gegen eine solche Function jüdischer i Richter liegen soll, habe ich nicht einsahen können, und ich befinde mich darin gleicher Ansicht mir dem Abgeordneten Wentzel,. der seit langen Jahren in den verschiedensten Amtsverhältnissen fungirt hat und selbst Z jchon in der Lage war, in der Gynagoge zu Berlin eurem Juden den ^Eid abzunehmen- Warum io? her Jude dem Christen nicht einen christlichen Eid vorsprechen können, ob er selbst daran glaubt oder nicht? (Lebhaftes Murren auf der Linken.).^ Die Herren hier (zur Linken) bezweifeln, was ich sage. Da erst Hin Mitglied von dieser hochbegabten- Teile gesprochen hat, so hoffe ich, daß noch. andere das Wort nehmen, um mir mein Unrecht nachzuweisen. Ich will jenes Bedenken an einem Beispiele prüfen: Früher lautere die Eidesformel für Katholiken: So wahr mir Gott helfe, die Jungfrqu Maria und die lieben Heiligen, solche katholische Eide wurden auch von Protestanten abgenommen. Ich -meinerieirs glaube nun weder M die. Jungfrau Maria als Mutter jTottes (r?ie die katholische Kirche hieS. auffaßt), noch an die lieben Heiligen, mrd man könnte mich, wenn ich als Protestant einen solche» Eid. Zunehmen hätte, fragen, n)ie ich einen Eit> abnehmen, könne, an dem ich selbst nicht glaube.. Es. ist bereits darauf hingewiesen^ daß ein Jude Präsident diests Hauses werden.. könnte.: . In Frankfurt waren wir, bereits: in einer solchen^ Lage, wq eip hoHMchttreS qv.Sgezxichuetes. Mitglied det: ^rsamml^ .. p, -77 derselbe ist unter de,; Zuhörern. 1