Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 4 (April 1859)
- Date
- 1859-04-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau vörzelchnen.' ES handelt sich um Unterstützung verlassener Wittwen und ' Waisen! Doch nein, eS handelt sich um weit Höheres noch, es handelt sich! um die Religiosität und Zukunft äkter und auch Eurer eignen israeliti-! fchen Kinder! t Ihr vorzüglich habt hier ein Wort mitzureden und Euerer Beherzigunq und Mitwirkung vertraue ich nächst Gott diese Angelegenheit an! Auf! Mannet und Freuen, Söhne und Töchter Israels, es gilt für unser Heiligstes thätig zu sein! Zeigt Euch als würdige Sprößlinge Derer, von ' welchen der Prophet spricht: d6 O'N TlQN 12V 1^ .Sie sind dech mein^Bolk, Kinder, die mir nicht untreu werden (Jes. 63, 8)* und erfüllen wird sich NOT» "7t '21")2 '2 n5?M7! «ONdt ON'^^ZN .Sie mühen sich nicht vergebens ab, sie zeugen nicht; (um jähen Tode, denn eine Nachkommenschaft Gesegneter des Ewigen! find sie und ihre späteren Geschlechte? mit ihnen (Jes. 66, 13)." Auf! zeiget unserem Lehrerstande, daß Ihr ihn achtet und seine Berufstätigkeit" zu würdigen wisset, zeiget es in Eurer liebevollen Fürsorge für ihre Hinterbliebenen, denen nicht gleich Euch die Geschäftstätigkeit und die Erwerbsquelle der Dahinscheidenden hinterlassen wird! Auf, zeiget Euern Lehrern, denen Ihr das theuerste Besitzthum, Euere Kinder, anvertraut, ein teilnehmendes und fürsorgliches Herz durch Begründung eines Instituts, welches ihnen eine der größten und schmerzlichsten Sorgen erleichtert, und auch sie werden mit Freudigkeit ihrem Berufe sich werben, werden mit verdoppeltem Eifer ihre Pflichten erfüllen, fähige, begabte Jünglinge werden diesen Beruf ergreifen, wir werden gute Lehrer bekommest "und haben wir gute Lehrer, dann bekommen wir gute Schulen, die Stützen des GemeindclebenS, des Aufblühens der Frömmigkeit, des Fortbestehens der Religiosität und der Förderung der Eintracht und des Wohlergehens, denn — Rabbi Jehuda ließ von Gelehrten eine Rundreise bei dew verschiedenen Gemeinden machen. Sie fanden eine Stadt, in der weder Bücher noch Lehrer waren: .Wo find die Beschützer der Stadt!" fragten sie.' Man wies sie an die Senatoren. .Nicht doch," sprachen sie, .die Beschütze, der Stadt find — die Lehrer, denn es steht geschrieben *), wenn Gott das Haus nicht baut, mühen die Bauleute sich vergebens ab, wenn Gott die Stadt nicht beschützt, ist vergebens der Diensteifer deS Wächters")." Kassel den 17. Januar 1859. vr. Adler. Landrabbiner. Merlin, 26. März. Bekanntlich ist die Debatte im Hause der Abgeordneten über die Rescripte. welche die Juden von Anstellungen im Staatsdienste ausschließen, durch eine Petition des Ober-Rabbiners Sutro hervorgerufen worden. Der Sohn des Petenten, ein junger *)Pf.!27^t. **) Vgl. ^erusdzlm! Odsxix», S. 76, e. : -