Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 3 (März 1859)
- Date
- 1859-03-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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SaS Lst dik Eonynnation? der schlechtesten Sorte, ein abtrünniger Jude, ein oder "uzw. ^Wer zu einer götzendienerischen Religion sich bekennt" — lautet ein bekannter Spruch des Talmuds — „der ist als ein Abtrünniger von der ganzen Lehre des Judenthums zu betrachten."?bz^22 NSM Kann demnach in Bezug auf den , der die Lehrsätze des ÄudenLhums mit seiner innersten Überzeugung überwunden hat, von einer treuen Anhänglichkeit gegen das Iudenthum die Rede sein? Es ist wahr, der "QD > oder nitQV Hn5>, ja selbst der np!? ins und somit 7^2 ist noch immer Jude, noch immer in seinem Innern auf das jüdische Gesetz verpflichtet, wie der ärgste Verbrecher noch immer Mensch ist. Allein von dem talmudischen Spruch: «in „obgleich ein Sünder, so ist er doch immer Jsraelite," nimmt Mendelssohn, nehmen seine Lobredner nur den letztern Theil für sich, nämlich, daß man noch immer Jude sei, in Anspruch, drücken aber über den Bordersatz die Augen zu, daß man ein erzsündhafter Jude sei, daß man zu den ODDp'Sx, O'->sn gehöre, von denen (Maimonid. S. reselmbak 3. §. 6—10) gesagt ist, „daß sie keinen Antheil an der zukünftigen Welt haben und wegen ihrer großen Frevel der ewigen Strafe anHeim fallen." Alle diese find Juden und können, wenn sie sich bekehren, wieder begnadigt Verden. Aber so lange sie in der Sünde des Unglaubens und der Läugnung der jüdischen Glaubenswahrheiten beharren, sind fie verdammte und verdammungswerthe Juden. Und das sind für Mendelssohn und seine Bewunderer die Ideale einer in dem innersten Wesen des Judenthums so tief begründeten Glaubens- und Gewissensfreiheit! (Fortsetzung folgt.)