Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1859-03-01 · Heft 3 (März 1859) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 3 (März 1859)
Date
1859-03-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3129675-3129743-3129745--2657-3130661
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

es Das ist dte Gonstrniatkon? Princip zurückzuführen, und diese» Princip' ist keili' Anderes, ÄS daK der Unauslöschlichkeit und Unveranßerlichkeit des von Ml» mit vollem Fug und Recht so genannten GeburtsjudenthmnS^'düs nicht wir etwa künstlich und willkürlich mit einer Religion des Fleisches, mit einer Religion der Unfreiheit identificiren, da diese Identification weder eine Übertreibung und Ueberspannung^ noch ein historisches wie logisches Unding, sondem vielmehr eine unwiderlegliche, logische wie historische Thatsache ist.' Wie hinsichtlich der Ehe, so ist es auch keinem Zweifel unterworfen, daß die Wittwe eines kinderlos verstorbenen Mannes/ an dessen vom Judenthum abgefallenen Bruder als Levir gebunden, npip!, ist. S. dens. Cap. 157, Z. 1, mit dem AuS^ und Nachdruck 121^ ^in „selbst wenn der Levir Götzendiener geworden ist." Der Uebertritt aus dem Heidenthum zum Judenthum löst, wie bekannt, alle Familienbande und somit auch die Brüderlichkeit auf O'"n TMtt düs. Z. 3; der Austritt aus dem Judenthum aber ändert in den bestehenden Familienverhältnissen nichts ab, weil ein Austritt aus dem Judenthum nicht möglich ist und gar nicht stattfindet, oder mit andern Worten, weil mit dem Wechsel des Glaubens nicht zugleich auch ein Wechsel der nationalen Fngehörigkeit an das jüdische Volk stattfindet, welche der ausschließliche Boden und Träger aller Rechte und Pflichten de? Judenthums an dem in demselben geborenen Individuum ist Uebertreiben wir, oder sehen wir den Wald vor Bäumen nicht, wenis wir im Hinblick auf den historischen Stand der Dinge das Geburtsjudenthum eine Religion des Fleisches, eine Religion der Unfreiheit nennen und diesem gegenüber von einem freien Eintritt der Israeliten in den Bund mit Gott als von eintr Religion des Geistes und der Freiheit reden? Wie glücklich würde ich mich fühlen, wenn ich hierin des JrrthumS überführt werden kSnntel Wie dankbar wollte ich den segnen, der mir oin» den jüdischen Quellen überzeugend nachwiese, daß daS, wa» mich an das Zudenthum mit unauflöslichen Banden fesselt, die GeisteSfteiheit, mit der ich Gott suchen, die freie Liebe, mit der ich mich Gott anschließen darf, nicht etwa die Frucht

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.