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Der israelitische Volkslehrer · 1859-07-01 · Heft 7 (Juli 1859) · page 28

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 7 (Juli 1859)
Date
1859-07-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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230 Siae traurige Predigt, Tone fährt der Bramarbas noch weiter fort und stellt die Reden der alten Rabbiner und deren Wirken als zu empfehlenden Gegensatz auf. — Hier hat der Verfasser nun das Räthsel aelöst, wie durch die Predigten gewirkt werde und die „Aesthetik der israelitischen Predigt" istfertia. Es muß nämlich gebrüllt, gedonnert, geposaunt werden und zwar „mit voller Kehle", mit dürren Worten," „ohne Bild," ohne Schwung und „ohne einen prachtvollen Ausdruck," somit — ohne alle Aesthetik. Das ist seine Aesthetik — lueus a 11011 lueenäo — das sagt uns das große Licht — -NN) aus Mähren! — Wahrlich! der Verfasser hat die Eigenschaft jener Propheten, von denen es heißt: Mi."! «?>tt juwv. — Als Grund des NichtWirkens der Prediger giebt er an: Weil sie das Wort Gottes nicht rein geben. Der Verfasser giebt uns in dieser reinen Rede schon Muster genug, was er unter dem reinen Worte Gottes versteht. Wahrlich! Auch der geringste „sogenannte Prediger" wird mehr Achtung vor dem reinen Worte Gottes haben, als daß er solches, in des Verfassers Weise, verunstalten und eine solche Schmach und Herabwürdigung (r>i-ui?^n) desselben sich zu Schulden kommen ließe. — O, ihr „sogenannten" Propheten, Jeschaja, Jirmeja, Jecheskel und andere, die chr euch in eueren Reden an das Volk so erhabener Bilder, eines solchen Schwunges in dem Ausdrucke und so vieler Gleichnisse bedient habt — 0, ihr „armseligen" Psalmdichter, die ihr sogar oft durch metrische, rhythmische und poetische Darstellung das Volk zu erheben suchtet. — O, ihr Lehrer des Talmud's und ihr späteren QlaAAläim, die ihr so oft Nesetialiui und Allegorien angewendet habt in eueren Vorträgen — wie steht ihr vernichtet durch diesen „rotben R^then^ da! — Jetzt ist euch das Räthsel gelöst, warum ein Jeschaja, ein Jirmeja, ein Jecheskel das Volk nicht besserten, so daß dasselbe, trotz deren Predigten schlecht blieb und in Folge dessen in's Exil wandern mußte — weil nämlich diese „das Wort Gottes nicht rein gaben"! — Zum Schlüsse noch zwei Proben, wie der Versager „das reine Wort Gottes", auffaßt: S. 193 wendet er den Vers : mV) MU' Lni?w tt^ auf den Betrauerten also an: „Der p^iz ist ja zur Ruhe gekommen, und der Friede, der nie im Busen eines großen Mannes wohnt, stellt sich im Grabe ein; denn, was seinen Körper betrifft, so ruhen die Glieder ihres Körpers au? dem Lager und entgehen der Qual und (!) Leiden des Levens. Was aber den Geist betrifft, -pi.i, dieser

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