Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1859)
- Date
- 1859-07-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»leb« agadische Literatur ,c. »siatie^ als bahnbrechend bezeichnet werden, eine Leistunz Z welche in ihrem gewichtigen Einflüsse auf die nachfolgenden W Bestrebungen noch lange nicht gehörig gewürdigt ist. W Bei all diesem jedoch trrtt ein Umstand vor allem den W Erfolaen der jüdischen Sagenkunde hemmend entgegen. Tie W chnstuchen Gelehrten und Sammler hatten ihre mehr oder U minoer mangelhafte Kenntniß der Agada aus den beiden Tal- R müden geschöpft. Nun wird jeder Kenner der jüdischen Tra-? dition einräumen, daß die Sage, im Talmud, sowie minder N vollständig, so auch minder würdig, gründlich und eingehend behandelt wird, daß aber dagegen der Midrasch das Gebiet!? ist, wo sie ausschließlich, mit Vorliebe gepflegt worden uck H ihre schönsten Blüthen getrieben hat. K Indem nun die Kunde jüdischer Vorzeit aus einem be- A schränkten Kreise heraustritt und sich zu einem klareren und ß. erfolgreicheren Gange rüstet, sieht sie sich vornämlich von zwei 8 hülfreichen Bestrebungen hierin mächtig gefördert. Auf der ß einen Seite erscheint eine neue Reihe von poetischen und äsche- R tischen Bearbeitern, welche aber für die wirksamere Behandz luna des Gegenstandes nur insofern wesentlich erscheinen, als A es indische Verfasser sind, die sich aufs neue hierin versuchen, s Aus der anderen Seite macht das Zeitalter zum ersten Ml! seinen ernsten Beruf zur historisch-kritischen Forschung geltend, und hierin bieten jüdische und nichtjüdische Verfasser einander helfend und ergänzend die Hand. Zu der erstgenannten Kate-! gorie von Arbeiten zählen wir die Schriften eines Michael Sachs und Veit (Stimmen von Jordan und Euphrat), eines Max Letteris, Tendlau, Fürstenthal (rabbinische Anthologie), Jolowicz (orientalische Polyglotte), Dukes (Blumenlese) und andere, in denen eine volltönende, innige Umdichtung zum Theil mit wissenschaftlicher Anordnung und Deutung gepaart ist. s Die Studien der letzgenannten Gattung sind an Zahl und Eintheilung bedeutender und mannigfacher; und hier ist es an der Zeit, anzudeuten, welche Reihe von Anstrengungen vorausgehen mußten, um ein Buch, wie das uns vorliegende! überhaupt möglich zu machen. Das erste Verdienst gebühn ' wohl vor allem den Schöpfern einer gründlicheren und im höchsten Style gehaltenen Bibelezegese, die auf nicktjüdischer - Seite in einem Gesenius, De Wette, Eichhorn, Ewald, Sitzig, Delitzsch, Augusti, Bunsen, Haneberg, mit reiner Pietät und tiefem Ernste der Erforschung des heiligen Wortes näher tnt, von Mischer Seite aber, seit den Biuristen, in Philippson,! Herzhorner, Landau, Szanto, Joseph Weiße, Wolf Meier . «. a. Vertreter fand, welche den hohen sittlichen Gehalt der X