Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1859)
- Date
- 1859-07-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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von Oberrabbiner Kahn zu Trier. so ist dennoch seine Unterscheidung zwischen „Heiligkeit des Körpers (-p).", noinp) und „Auslösen" (inis) sehr klar und wahr und in Übereinstimmung mit jenem Schlußresultat der Gemara. Es kömmt nämlich, selbst bei der „Verp flichtung der Person" riinn) darauf an, ob diese ursprüngliche und elnzige Verpflichtung auch noch erfüllt werden kann, was nur bei den Erstgebornen des Menschen und des Esels, aber nicht bei denen des reinen Viehes der Fall ist, weil ihre einzige Heiligkeit an ihrem Körper haftete (niin 5M"t?).-- ' (Schluß folgt.) -->DGGo" 4V. Uebcr agadische Literatur, mit besonderer Berücksichtigung des Buches: vr. B. Beer, Lebensgemälde biblischer Personen, nach Auffassung der jüdischen Sage. — Leben Abrahams?c. mit erläuternden Anmerkungen uud Nachweisungen. Leipzig' Oskar Leinner. 1859.— (Besprochen von H. Zirndorf.) — Die agadische Nachdichtung der biblischen Erzählungen, wie sie hin und wieder durch die larAumim, die beiden Talmude und alle bekannten Midrasch-Quellen ausgesäet ist, bildet seit beinahe zwei Jahrtausenden ein unveräußerliches Eigenthum der jüdischen Nation und Wissenschaft, und es ist keine Richtung des religiösen Lebens, die dieser reichen Fundgrube nicht gediegene Schätze verdankte. In ihnen fand der Bibelezeget zu allen Zeiten helle Lichtblicke für eine vielseitigere, frischere Auffassung des Gotteswortes wie für eine gefälliaere, populärere Deutung, und wenn seine Erklärung dadurch an Ruf der Gründlichkeit und gelehrtem Ansehen verlor, so ward sie dafür durch die Gunst des Volkes, durch rasche und siegreiche Verbreitung in den Familien reichlich entschädigt. Der Religionsphilosoph schmückte sein Lehrgebäude mit den schönsten und sinnigsten Blumen jener bunt gewonnenen Saaenwelt aus, und da, wo ihn das Bibelwort verließ, be^av er sich völlig in die Schule des Midrasch. Der scharfnnnige Darschan, der gewandte Magid und ihr glücklicherer Nachfolger, der kundige Prediger, sie alle tranken aus diesem reichen