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Der israelitische Volkslehrer · 1859-07-01 · Heft 7 (Juli 1859) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 7 (Juli 1859)
Date
1859-07-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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IRI
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222 Ueber die Heiligkeit der thierischen Erstgeburt, ^woraiin in Babylonien, als rabbinische Observation die Heiligkeit der Erstgeborenen des reinen Viehes, beibehielten, diese doch nicht allgemein, wie Tephilin und die Erstgeborenen des Esels, geltend und anerkannt war, vielmehr man sie auch nicht einmal rabbinisch befolgt hat, weil sie in dem Darbringen zum Opfer bestand, was außerhalb Palästinas und nach dem Aufhören des Tempels nicht geschehen konnte.— Dem möge aber sein, wie ihm wolle, für unseren Zweck ist es hinreichend, nachgewiesen zu haben, daß die Heiligkeil dieser Erstgeborenen außerhalb Palästinas nicht biblisch war und sein konnte, höchstens nur rabbinisch, indem wir alsdann, aus den in der Einleitung hervorgehobenen und später noch anzugebenden Gründen berechtigt, ja sogar verpflichtet sind, in unserer Zeit, wenigstens in allen außerhalb Palästinas sich befindenden Gegenden, diese blos rabbinische Beibehaltung, aufzugeben und zu beseitigen. Wir fügen noch folgende zwei rabbinische Autoritäten hinzu, die ausdrücklich erklären, daß die Erstgeborenen des reinen Viehes außerhalb Palästinas nicht biblisch sind: 1) Ten Rabbi Aron Barzeloni -zi^nn iDv) woselbst er sich also äußert: „Das Gebot über die Heiligkeit der Erstgeborenen des reinen Viehes findet biblisch nur in Palästina Statt und zu allen Zeiten, wie solches unsere Weisen abgeleiteit haben aus dem Verse: „Und du sollst essen" :c. (hier folgt die oben öfter angeführte Deduction des Rabbi Akiba), rabbi nisch auch außerhalb Palästinas." 2) Den schon im 1. Theile angeführten Ralbag (.^), der also sich äußert: „Der Vers („Wenn du in das Land kömmst") enthält, daß das Gebot über die Erstgeborenen überhaupt nur in Palästina Statt finde. Jedoch findet dieses nur Anwendung auf die des reinen Viehes, weil deren Heiligkeit nur an ihrem Körper haftet (d. h. sie nicht ausgelöst werden, sondern nur zum Opfer bestimmt sind), hingegen die der Menschen und des Esels, weil sie ausgelöst wurden, findet auch außerhalb Palästinas Statt." Wenn nun auch sein erster Grund gegen die Schlußbestimmung der ' oben angeführten Semara (Xiääuselln 37, a) zu sein scheint,

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