Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 11 (November 1860)
- Date
- 1860-11-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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kenne» lernt. Die Umschreibungen find überall so gewühlt, daß sie dei Sinn der betreffenden Worte möglichst genau wiedergeben, so daß kein Widerspruch entsteh vielmehr auf eine unbefangene Auffassung des Textes vorbereitet wird. Ich setze dabei voraus, daß der Lehrer oder Familienvater, der sich des Buches bedient, unter Benutzung eines vollständigen Bibelwerks, diejenigen Ergänzungen und vermittelnden Erklärungen hinzufügen wird, die er für uöthig erachtet." Die Grundsätze^ von. denen der Verfasser bei der Uebertragung ausgegangen.ist, sind gerade neuerdings wieder als die einzig richtigen hervorgehoben worden. Das Buch ist, obschon es keine vollständige^ Mb^chung^enthält, doch hinsichtlich der Sprache und der .ganzen Darstellung den werthvollen Arbeiten beizuzählen, welche die nieste Zeit auf diesem Gebiete hervorgebracht hat. ' : Außerdem erhält dasselbe noch einen gauz besondern Werth durch die Hinzu-' sügung vou Stellen aus andern ReUgionsschriften, nanientlich aber durch die der zweiten Abtheilung beigegebene Sammlung von Lehren und Sprüchen der nachbiblischen Zeit, deren Auswahl und Anordnung von allen Sachkennern gerühmt wurde. Der Verfasser bemerkt in dieser Hinficht: „Daß ich diese Auszüge (aus den Apokryphen) sowie die Sammlung von Lehren-und Sprüchen der nachbiblischen Zeit hinzugefügt habe, wird wol keiner Rechtfertigung bedürfen. Was letztere betrifft, so glaubte ich, daß der reiche Schatz ethischer Lehren^, welcher in " den agadischen Schriften zerstreut und verborgen liegt, nur dadurch gehoben und nutzbar gemacht werden könne, daß die einzelnen Sätze, Parabeln und Sprüche in möglichst einfacher und kernichter Weise übertragen, jedoch so geordnet und aneinander gereiht würden, daß sie sich gegenseitig ergänzen nnd erläutern und so im Zusammenhange gelesen und aufgefaßt werden können. Mein Bestreben war hierbei auch dahin gerichtet, gewissermaßen einen aus den ältern Religionsschriften geschöpften eindringlichen Commentar über den Geist der Bibel und der israelitischen Religion und damit einen Leitfaden für den Religionsunterricht, namentlich in Bezug auf die ethischen Lehren zu geben, welcher auf dem geschichtlichen Boden des Judenthums selbst seinen Ursprung hat." Herr vr. B. Beer (im „Jahrbuch für Israeliten" von Joseph Wertheimer 1859/60) bezeichnet diese Sprüche als „ein Schatzkästlein der talmudischen Ethik." In verschiedenen israelitischen Lehranstalten ist das Werk bereits eingeführt, und eLcsso hat die königl. wiirtembergische israelitische Oberkirchenbehörde beide Abteilungen zur Anschaffung für die SchulbiLliotheken empfohlen. Bon den günstigen Beurteilungen, welche das Werk gefunden, seien folgende hier erwähut: Im „Israelitischen Volksleh.rer" (December 1858) unterzieht Herr Rabbiner I)r. Herzfeld das Werk einer eingehenden Besprechung. „Ich bekenne," sagt er, „daß ich, seit Decennien den höhern Religionsunterricht ertheilend und dabei das Bedürfniß emes solchen Werks unausgesetzt fühlend, jahrelang die Muße gesucht habe, selbst ein solches zu liefern, nun aber diese Arbeit im Wesentlichen für gethan halte."— Der Herausgeber dieser Zeitschrift, Herr Rabbiner Stein, nennt das Werk ein „mit großem Fleiß und Tact bearbeitetes, sehr praktisches Buch, welches alle frühern Werte ähnlicher Art übertrifft, indem es in einer Selbständigkeit wie. kein anderes, biblische Geschichte und Bibelaüszug zugleich bietet und kein wichtiges Moment, weder in der Geschichte noch in-de^Gesetz gebung, noch in dem prophetischen und hagiographischen Schristthume übergeht." Er könne „das ganze Buch, in Übereinstimmung mit d-n Herrn Recensenten wegen seiner großen Brauchbarkeit allen Lehrern nnd Erziehern, sowie als Hausbuch allen Familienvätern bestens empfehlen." Herr vr. Jost, der sich in der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums" (1859 Nr. 7 und Nr' 28) über den „wohldurchdachten" Plan und über die gelungene Ausführung des Werks mit deu anerkennendsten Worten äußert, schließt seine ein-