Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 11 (November 1860)
- Date
- 1860-11-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Wwdschaul SV5 SS, R « « d i ch!M^^' X -nlr)M / Frankfurt a. M., November 186V. Unter einer seltenen Theilnahme des jüdischen «nd christlichen Publikums, insbesondere aller Echulbehörden der Stadt und sonstiger Kreise der Wissenschast, hat am 24. November das feierliche Leichenbegängniß des uns durch dm Tod schmerzlich entrissenen vr. Jsaac Marcus Jost, des Vaters der jüdischen Geschichte in der Neuzeit, stattgefunden. — Eine zahllose Menge begleitender Männer, sowie eine unabsehbare Reihe von Wagen sagten der Stadt, daß Einem ihrer bedeutendsten Einwohner die letzte Ehre erwiesen werde. Eine Abtheilung der jüdischen Schuljugend mit ihren Lehrern eröffnete den Zug. Einen besonders rühr-nden, erschütternden Eindruck machte die Anwesenheit der weiblichen Zöglinge des, von dem Verewigten dahier gestifteten jüdischen Frauenvereins, resp. weiblichen Waisen-Erz:ehungSaustalt, die, um den Verlust des zweiten Vaters trauernd, i» tiefes Schwarz gekleidet waren und durch de» nicht versiegen wollende» ThrSnenerguß das sprechendste Zeugniß gaben, was ihnev> den dankbaren, gefühlvollen Kindern, der Selige gewesen war. — Auf dem Friedhose sprachen der Unterzeichnete und Herr Oberlehrer Or. Stern, indem sie sich vorher über den Inhalt der beiderseitigen Reden verständigte», der Erstere über die Bedeutung- Ao-st.'s ha uptsächlich als Gelehrten, der Letztere über dessen Bedeutung hauptsächlich als Menschen. Der Gesang der Kinder, tzis zahlreiche Begleitung aus allen Ständen und Confesftonen, insbes-mdere aber der Anblick der Waisenkinder in der Nähe des Sarges, gqben der Feier eine ebenso tiefergreifende, wie erhaben-ernste Bedeutung. — Am jüngsten Sabbath wurde, durch eine von dem Unterzeichneten über Hiob 32, 8 (v-M tt'N MI fld^ W'IN) gehaltene Predigt, das Andenken des verewigten Geistes auch in der Synagoge, gefeiert. L — Unsere Leser werden unsere große Freude theilen, indem fie die ftohe Botschaft entgegennehmen, daß die Beschuldigungen, welche man gegen die Hude» M DaMascus erhoben, als hätten sie sich an den daselbst an de» Christen verübten Gräuelthatm bethn^ vunmchr in ihrer ganzen Falschheit und Lügenhaftigkeit dargestellt, und die deßhalb eingekerkerten Juden zu Damaskus sämmtlich in Freiheit gesetzt worden find. — Herr vr. Albert Coh n zu Paris, der unermüdliche Freund und eifrige Annehmer seiner Brüder, theitt uns unter dem 23. d. Mts. m einem französischen Schreiben, welches wir hier in treuer Übersetzung wieder ^ebe». Folgendes mit? '