Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1860-10-01 · Heft 10 (Oktober 1860) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 10 (Oktober 1860)
Date
1860-10-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/3129675-3129731-3129741--3270-3130564
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

5t5- ^verHanbttHÄ^e«' MtS Mth^i -,e. tzit^MKut'teÄeifl PkettGHchjHk HAüstg^ dasssteSn^gsdlM. L^W/'föchteü Md ^vch kennt nicht ihren Mch i^dek'HMWÄnA Nachher dienten SM Ztldikii -WSHrend der Regierung'dcS Uugust^S unter feinem F?ld- ^lt^GMuS gchm M dkekten sie treulich M Mö^Maetn und - Veit/ ersten christlichen Kaisern, bis diese stA AMich des Dienstes unfShsg erklärten. In den neueren Zei- M'MchtidkMit sie Prag' gegen die Schweden, Ofen gegen btei OMtichtt) tn Ltcha^ bei eikem allgemeinen Aufgebot' zu' Felde ziehen, und in Surinam stellten sie eine Eomjiagnte Landmiliz^ Wen so gut 'werden sie bei uns fechten; ihnen nur erst wieder ein Vaterland, das sie andenhalb Zahrwuftnb entbehren m werden lernen, dafür sterben, "-uSchließlich sei es "mir noch erlaubt zu beWerken/ daß die Z^ert gegenwärtig bei Weitem nicht so schlecht sind, wie viele MiM Collegen glaubeU. Sie sind meistens gute Ehemänner, gute Haushalter, keuscher als die Christen, und bei weitem nicht fo sHwelaerisch. Glaubwürdige Schriftsteller versichern, daß man knne^ Beispieke finde einer von einem Juden begangenen Ver» ratherck gegen den Staat; und in der portugiesischen Juden- ^n^de zu Amsterdam und Haag wurde in einem Zeitraum vök 20» Iahren keiner zum Tode verurtheilt. l'u-Wenn ich nun das alles zusammen nehme, so muß ich schlie- A ßen^ baß unserem neuen, auf Recht und Freiheit gegründeten j Staats jeder Bürger willkommen sein müsse, der die Gesetze j ehrt und den Wohlstand desselben vennehren kann. Es ziemt Tyrannen und Barbaren, den Fremden zu unterdrücken, und bei lunS ist keiner mehr fremd, der 20 Jahre in Helvetien gelebt hat. Nm der sei des Bürgerrechts unwürdig, welcher die Gesetze l verletzt^ er heiße Helvetier oder Fremden Demnach gebe tch für meinen Theil aus vollem Recht das Bürgerrecht. Weil aber unser Volk noch nicht aufgeklärt genug ist, und es in diese« kritischen Zeitpunkt unpolitisch sein würde, gewaltsam gegen dessen Vorurtheilx anzustoßen , so schließe ich auf Vertagung VieseS Gegenstandes bis auf'ruhigere Zeiten, als Gesetzgeber Meiue». Baterlandes.-? -<> '^u '^^»uhN7 Die Frage über die Zulassung der Juden z^lmhel^ vetischen Bürgerrecht ist gestern und heute von beiden Seiten M Hitze und Leidenschast abgehandelt worden, sonst glaube ich, Men beide Parteien sich einander nicht nur genähert, sonder» brüderlich einverstanden. — Mir wenigstens scheint es, daß eher ^Mkßvechänd^ der Meinun- M, eine'SMWng in dieser Versammlung verursache. Ich via mtinltch überzeugt, daß die Frage, die ihr entscheiden sollt, un- /

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.