Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 8 (August 1860)
- Date
- 1860-08-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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)t uz S^K^HM^^ zMum mu^ ansehen dürfend) Wer die Bestandthelle de^ Talmuds genau prüft und miteinander gewissenhaft vergleicht, der wird es finden, daß er für die nichtjüdische Welt keine anderen Wünsche hegt, als daß sie die Prinzipien der Sittlichkeit beherzige und Israel nicht zwinge, das altehrwürdige geistige Dogma über Gott materiell, das materielle Gesetz hingegen über Reinigung und Speiseorduung spirituell allein aufzufassen. Gottesfurcht ist der oberste Grundsatz aller wahren Religiosität und Sittlichkeit. (Gottesfurcht darf aber nicht niedriger gehalten werden als die Ehrfurcht vor dem Vater.) Tie muß der Sohn den Vater ehrfürchteu? sagt der Talmud ski<ju8ekm31 b.): er stelle sich nicht an die Stelle des Vaters, er nehme nicht seinen Sitz ein, widerspreche ihm auch nicht in seinen Lehren und Worten. — Also charakterisirt sich die jüdische Bibel für alle noch so gesonderten Parteien des Jude? thums, die ^ehrlich und redlich" find. Die ganze mündliche Lehre, resp. der Talmud, ist nur da, um den etwaigen Gelüsten der Proselylenmacher Schranken zu setzen, damit diese nicht Israel bereden, neue nie geahnte Begriffe über Lehre und Gesetz, dem Judenchllm aufzubürden und auf Kosten des alten Bundes, einen neuen zu adoptiren. t^edemot kabba 47.) ON7 2NV oH-QD VN' V7QOttw S"22^ Dem sei übrigens, wie es wolle, die Zeit ist einmal da, in der die allgemeine Menschenliebe die Basis aller Ehrlichkeit ist und das 8uum eui'que mehr als je respektirt wird, darum hüte man sich, Andern Ungerechtigkeiten aufzubürden, die nicht ihnen gehören, d.h. „ehrlich und redlich"; denn es steht geschrieben (Aekm.3): Ich Werve den Völkern eine unzweideutige Sprache verleihen, damit sie insgesammt den Namen Gottes anrufen und ihn nach gleicher Weise verehren, 'NIZ?*?'! "N dMjH TNI-Q N2V ^itt d. h. die Völker werden, jedes in seiner Weise, aufrichtig und ehrlich sprechen, aber auch redlich handeln, und so. einhellig Gott dienen.^) Chisktel, Rabbiner. *) Welcben Contrast bildet dagegen der dem Talmud entnommene Lehrer U2N 071^ O71^? V' V?PN NlMd^ daß alle tugendhaften Nichtisraeliten Theil haben an der himmlischen Seligkeit'. (Vergleiche auch: Sendschreiben des Ataiwoviäes an R. l^Qsäa!, abgedruckt in dem in; vorige» Jahre erschienenen ll"2VlN 'INN S—d. **) Wir werden auf dle für un» so bedeutungsvolle Frage: »Gibt es eiue Zwavgsaufaahme in'S Zudenthum?" in einem besonderen Auf, im nächsten Hefte zurückkommen. — L. S.