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Der israelitische Volkslehrer · 1860-08-01 · Heft 8 (August 1860) · page 5

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 8 (August 1860)
Date
1860-08-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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AsH . SÄ ist chrüchs uu.u 9» «nseren Tagen jedoch, wo die Pentateuche für die Synagoge mit besonderer Vorsicht geschrieben werden, hätte man Druckte Bibeln*) nur dann zu^ deanstanden, wenn diese sichtliche Abzeichen des speziellen Charakters an sich tragen. Indessen scheint es, daß die Vorsehung selber in unsern Tagen die BibelanSgabe abfeitens der Juden veranlaßt habe. Nachdem nämtt» eine oder zwei Aufforderungen dieser Art aus Ungarn in der Mgem. Ztg. de» Judenth. ihre Runde machten, ereignete es sich gerade, daß ein Rabbiner das fragliche käme? aufgefüllt und davon Bericht erstattet hat. So was darf am allerwenigsten ein orthodoxer Jude Zufall nennen. Fünfzig Jahre besteht die Bibelgesellschaft, und in der ganzen Zeit dieses vollen Jubiläums war daS Erbgut Israels ein Monopol unserer christlichen Mitbrüder, denen es zur Ehre gereicht, dem von Gott berufenen Volke den Weg gezeigt zu haben, was man thun müsse, um das Wort Gottes allgemein zu verbreiten. Doch Israel hätte noch immer sich nicht aus der Lethargie erhoben, wenn nicht ein Mahnrnf aus Ungarn, mit dem darauf entdeckten käme?, daS Signal gegeben hätte, daß es an der Zeit sei: VY^Y von dort aus den Ewigen, unsern Gott, aufzusuchen; der Kulm der Apathie war erreicht, und da ereignete eS sich, daß gerade diese Kulmination 'NI^ vHy VNVPA auf ein solches Lames zu stehen kam, auf dem es als vorausverMdete Wahrheit der Zukunft im Sinne des jüdischen Dogma'S sich nicht länger erhalten möchte. Also gerade darum, weil ein zufälliger Druckfehler zur rechten Zeit sichtbar geworden ist, erscheint eS eben nicht als Zufall, sondern als von der Vorsehung beabsichtigte Convenienz, wodurch der Vorschrift: »Ihr sollt heiligen das fünfzigste Jahr" — <?8 V'tt vl^M «INN 1NNSVV 78 V'M MNkltt bei Zeiten Rechnung getragen werden soll. Uebrigens sollte man glauben, daß die Epitheta „ehrlich und redlich" von den „Stimmen der Wahrheit" für einen orthodoxen Rabbiner ausgesprochen, auch auf die Achtung der Orthodoxie überhaupt, welche solche Ehrlichkeit producirt, schließen lassen; allein nichts weniger als das bekundet eben dieses Organ in allen seinen Artikeln, wo eS nur irgend Gelegenhell *> »a» die gedruStea Bücher überhaupt betrifft, ist deren Weihe «ach ImvS. VK(»Äieu U. S7,I5 ftaglich; nach demselben Autor 5. Dez 27!,» entschiede» dem Geschriebenen gleich zu stellen *). *) Bergl. auch NVM zu Med. FosoSe wwr^ Vl, S.S^d-

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