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Der israelitische Volkslehrer · 1860-07-01 · Heft 7 (Juli 1860) · page 18

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 7 (Juli 1860)
Date
1860-07-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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?5S A««»fio»e» 7M^ Anzeige». bei einzelnen S^chn^ nicht dn letzten so^fAtigen Feile hätte fehlen lassen. Einzelne Beispiele, die wir nur anzuführen brauchen, werden genügest mn diesen Wünsch gerechtfertigt zu finden. Eogleich inu Verl ersteit Betrachtung S. l: Aus den »endlosen Wirres" hat Gott die Erde . . . entstehen lassen; daselbst: daS Masser, welches noch den Erdboden ^umspülte", erhielt seine destimmte Gtenze (umspült das Wasser nicht auch heute noch die Erde?); S. 2: Gebote „vom Baume der Erkenntniß nicht zu genießen" hier fehlt das bedeutsame „des Guten und Bösen.» . So^ in dem Gehete am Borabende des Versöhnungstages wir stehen hier, um . . an ihm unsere leiblichen Be- Msnisse gänzM 154: „die Blätter der Bäume fallen ab, wie unsere eigenen Lebenstage." ^Mie Melle in einem Gebete für Lueeotd (S. 152): „und wie'von zener schützend Decke der Hütte Alles entfernt werden muß, M Verunreinigung leicht (!) zugänglich ist, so Hussen auch wir uns bestreben, immer nur reine Gedanken u.s.w", PublicM nicht verstanden und gehört darum auch in kein für dasselbe bestimmte Gebet. — Desgleichen hat uns das gereimte „^achtgebet für Kinder" auf S. 226 mit seinen „Sngellein" durchaus nicht zugesagt. Solche nach süßlichem Pietismus schwellende Kost taugt nichts für unseren jüdischen Magen. .. Rücksichtlich der „Gebete vor und zwischen dem Schofarblasen" erlauben wir uns Folgendes zu bemerken. Daß dieSchofar- TSne, wie wir sie wenigstens in unfern Gemeinden zu hören gewohnt find, den musikalischen Anforderungen nichts weniger alS entsprechen und in ästhetischer Rücksicht eher abstoßen als anziehe«, bedarf wohl keines Nachweises. Die besondere heilige Scheu, die diese traditionellen Töne umgibt, haben sie offenbar dem mystischen Dunkel vorzugsweise zu danken, in das ihre Entstehung hineinragt. Halten wir daher schon ein daS Symbol ausdeutendes Vorgebet, das die Mystik, die über dem ganzen Aet deS Schofarblasens schwebt, zerstört, für nicht unbedenklich! so müssen wir die nach dm verschiedenen Absätzen eingeschalteten Zwtschengebete, die auch an die Ausdeutung der einzelnen Töne gehen und die gebrochenen und die klagenden Töne symholisiren, wenigstens nach Erachte», für durchaus zweckwidrig erklären; indem sie bei gar manchem, der in den eben gehörten Tönen weder einen huldigenden, noch einen gebrochenen,, noch auch einen klagenden Ton vernommen hat, gar leicht das gerade Gegentheil von einer andächtigen Stimmung zu er- . zeugen ganz geeignet find. . U symbolisirt wird, wird von dem

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