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Der israelitische Volkslehrer · 1860-05-01 · Heft 5 (Mai 1860) · page 29

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 5 (Mai 1860)
Date
1860-05-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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Mg / 7? Wmdscha«. ABSuttg Mischer Lehree verhinderte, ihrer Anstellung aber alz geringe besoldetete Hilfslehrer, vota Kens mit den FAnktisRes eiveS ordentlichen fest angestellten Lehrers, durchaus nichts in den Weg legte. Ein solches Verfahren ist wohl geeignet, dem jüdischen Ahrer seinen Beruf allmählich zu verleiden, aber die vorgeblich so zärtliche Fürsorge für die specifische Christlichkeit der Schulen wird darin Niemand entdecken. - - Schließlich sagen wir dem wackeren Verfasser unseren besten Dank, daß er für die gute Sache seiner jüdischen Berufsgenoffen, wenn auch mit verschlossenem Visit, mit den unwiderstehlichen Waffen der Thcttsachm in die Schranken getreten ist. Möge seine Schrift recht viele Leser finden, möge sie namentlich in die Hände derjenigen gelangen, die vermöge ihrer Stellung im preußischen Staate einen entscheidenden Einfluß üben in den maßgebenden Kreisen; wir zweifeln dann nicht, daß die edle Absicht des ungenannten Verfassers von dem besten Erfolge gekrönt werden wird.! I Süskind. 27. Rundschau. ^TNVZM VNVVV Wiesbaden, Mai. Die freisinnigen, von allen Freunden Oefkeichz freudig begrüßten, Erlasse der kaiserlichen Regierung in Betreff der Jude« find m einigen Theilen des Kaiserreiches klerikaleres mit höchst gehässigen Ausfällen gegen die Juden in Hirtenbriefen und Kanzelreden, namentlich — i» direktem Widerspruch mit einer der jüngsten kaiserlichen Verfügungen — mit Androhung der Crcommunikation gegen diejenigen, die bei Jude» i» Diensten stehen, beantwortet worden. Durch solche Demonstrationen wird es auch den Kurzsichtigsten klar vor Augen gelegt, daß das Cencordat nicht de» Frieden, sonder« den Unfrieden, daß es nicht eine Kräftigung, sondern ei«e Schwächung der obrigkeitlichen Autorität zur nothwendigeu Folge hat. Wie weitreichend und verderblich aber ein solches Eingreifen der kirchlichen Autorität werden kann, dazu mag das folgende Beispiel dienen. In der kaiserliche» Armee gibt es bekanntlich auch Offiziere jüdische« Glaubens. Nu» ist es jede« Offizier gestattet, einen seiner untergebenen Soldaten als Diener zu benutze» Wa« soll ««n aus der militärische« Disciplin werden, wenn der katholische Eoldat mit Berufung auf die ihm angedrohte kirchliche Ercommunikatio» fe»e Dienste verweigert? > Warum ma» übrigens die kirchliche« Satzungen in Betreff der Dienstbote« blos gegenüber den Juden und nicht auch gegenüber den christliche» Ketzer» geltend zu »mchm facht, das finden wir wohl erklärlich, aw k-

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