Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1860)
- Date
- 1860-05-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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, ZOK ^-?^«ie«idmi» and Avzdigeck.' <?uu -bD<S Raumersi^MinifteüM behcm GyumäMseieni: christliche Stiftungen. Mgesehen davon, k! baßfdev/Name >Stiftu^ für sämmtliche preußische! G^ktafien/ äüch die königlichen und städtischen, eine Erk MduSg des Raumer'schen Ministeriums ist, weist der Verfasser , Mteninäßig nach, daß die an ffch geringen Mittel, mit welchen diffe - Stiegen ursprüngkch Mdirt waren, unter dm Verheef «ngen der-Religüms- und polit^ Kriege des 17. und 18. Z Jahrhunderts - fast akf Nichts reduzirt wurden, so daß sie nur k vermittelst der Zuflüsse aus Staatsmitteln erhalten werden k konnten. Es kann darum bei der Vocation von Lehrern an die-? feu Anstalten auch von „Stistungsrücksichten", wie sie das Rant Wersche Mmisterium geltend machte, keine Rede sein. « - " ' Ein zweiter Raumer'scher Ausschließungsgrund lautet: Gymnafien unV Realschulen find christliche Anstalten. R! Det -Verfasser tritt dieser Behauptung dadurch auf dasschlak gendfie entgegeli , daß er ein< Beschreibung des von Francke l geWeten Pädagogiums (nach Em^ des gesammtenErz Keh^ngs- und Vnterrichtswe^ Art. Francke S. 433) gibt, f wie da m jeder Unterrichtsstunde der Schüler an „Christum und sein Evangelium" erinnert und dieser Anstalt dadurch in Wahrl Hei? ein specifisch christlicher Charakter aufgeprägt wurde, an welcher em Nichtchrist und — wir fügen hinzu — nicht einmal ein s Katholik Lehrer sein konnte. ^Da aber diese Stiftung zu ihrem k Fortbestehen ebenfalls zu Zuschüssen aus Staatsmitteln ihre Zuflucht nehmen mußte, so kam es, daß auch sie rücksichtlich der Lehrz Objeete dem für alle Gymnasien festgestellten Lehrplane unter- 5 Wo^en wurde. Dev Veifasser theilt hierauf diesen Lehrplan mit, aus welchem hervorgeht, daß dem Religionsunterrichte in den bei^ dm untersten Klassen;e drei , in allen übrigm Klassen nur je zwn Stünden wöchentlich gewidmet find. Alle anderen Stunden AehSren den Sprachen, M und Fertigkeiten an. Was rst nun m einer solchen Lehrverfassung, fragt der Verf., von spe- _ cifisch christlichem Charakter M verspüren? Der Verfasser widere legt bei dieser Gelegenheit in scharffinniger Weise die Behauptung derjenigen, die' wenigstens in dem deutsche nGeschichtsunkerricht ew christliches Element sehen und diese Gegenstände nm von Christen gelchrt wissen wollen. Er lenkt hierbei die Aufmerksamkeit namentlich auf die in den verschiedenen Programmen aufgeführten Themata, die in Prima und Secunda der preußischen Gymnasieu jSHAch aufgeaeben werden und fühtt Beispielsweise 5ie Themata der Ober-Pnma eines katholischen Gymnasiums ssd 'der Prima des bereits erwähnten (protestantischen) Pädagogiums, nach den jüngsten Programmen, an. Aber trotz der Vielseitigkeit,