Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1860)
- Date
- 1860-05-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Verha»d^M)dsA grvßSt.Sathtg ,e. htvt^zw Tagekim. TSlrchschnitt geringere5Sittlichkeit^ de» DWckmftß zugeschrieben werden, unter welchemisie solange seufze«. ^tz?nDieserDrucki war^ schon fehr-fühlbar zu dnr Zeiten desKabtttSMrtKdiuS^am Gnde des 4^ Jahrhunderts, welcher von dn» FanatSmus; deS Chrisostomus, verfuhrt, ihr Recht nach eiaenek Gesetzen zu Ubem aufhob, mnd ihnen ver^ Synagogen auk^bauen..D>»l^ unfähig aller Stellen m Staate^Useil dieuSchwärmerei der Kirchenväter keine Duldung Mek^.unv die nur in den schimpf, lichste^ Ausdrücken^' i / .' 5 .r?).,- Keim Einfall der nordischen Völker wurde ihre.Lage noch trauriger,: .weil der rohe, barbarische Sieger, sowohl die Religion als daS? ^Gesetz des überwundenen Römers annahm.. ^551 Die Westgothen hatten sogar im Sinn, sie gänzlich von .dtt Erde zu vertilgen; sie verboten ihnen den Sabbach, das Osterfest-und die Beschneidung, und fetzten Todsstrafe und lebendige Benennung auf' die Übertretung ihrer unmenschlichen Gesetze. Di!? Franken betrügen sich freilich etwas gelinder g^en sie, allem ffe^ warenl doch von nün an ausgeschlossen von aller brüderlichen Verbindung mit ihren Mitmenschen, ausgeschlossen von allen bw glichen Ehren/ausgeschlossen vom Besitz liegender Güter und Ackerbau/ und es blieb ihnen um ihr Dasein zu stiften,' «ichts wehr übrig, als der Handel. (Diese Epoche bitte ich wohl zu bemerken)Hier mußte sich natürlich der ganze Nationalcharakter dieses Volkes verandern. Der römische Dichter Ruti- IwS hätte seinen mehr witzigen , als wahren Einfall auf diese durch'den Druck herbeigeführten Zeiten sparen sollen, daß nämlich-Titus durch die Zerstörung von Jerusalem, und durch die Zerstörung des jüdischen Volkes, dem menschlichen Geschlecht den schlimmsten. Dienst geleistet habe' , il '! Berstßt in eine so traurige, eingeschränkte Lage leisteten fie ihkkn Mitmenschen mehr Dieüste, als man vielleicht glaubt und «nl.ihntttz erwarten konnte. Meines Bedünkens ist das keine Kleinigkeit für die Kulturgeschichte von Europa, daß sie damals fast die einzige Nation wären, die nicht verwildert durch rohe Sitten, üMverwirrt dusch die Herz und Geist tödtende scholastische Phi- »sfophie^und Mcht verfinstert dur^ den Aberglauben jener Zw 5M> üüS dem römischen Reiche mehr Kenntnisse mit sich nahmen, «ehr Kultur herüber zogen, als alle übrigen Völker. Unter der Herrschaft der Araber befanden sie sich in Spanien in blühenden Ulnständen, weil seit der Eroberung dieses Landes durch die tapfern Araber tvr Änsanae des 6. Jahrhunderts bis auf daS Ende ihrer spanischen Herrschaft im!3. Jahrhundert, die Mgw W ikkerant war. Keine neue Religion, kein neueres Recht, z.'tt > .^li,!.«. ....j' , 77. I . - .i .. ..