Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1860)
- Date
- 1860-05-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3129675-3129731-3129737--3142-3130432- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Aer^die Jude» nr Eadingew tes zfz S5N5N. Ds wir; aber ^nichts als Bürger und Fremde hsSe5 köw nsn, so müssen wir die Juden unserem Fremdengesetz «nterwe^ fea, und das übrige dieser Fraae vertagen.! / . Neggii sagt: Laut unsere? Constitution sind in Helvetien nur Bürger und Fremde und da die Juden immer einenHang zur Monarchie haben, der selbst in ihrer Religion gegründet ist, so können wir sie nicht als Bürger, annehmen, und müssen sie also unserem. FremdengeseK unterwerfeni< Rellstab nahm das Wort wider die Kommission, aber nicht weil er ihr Gutachten zu günstig für die Juden hält, sondern diese Vertagung der Menschenrechte nicht gerne sah, allein nachdem er die Stimmung des großen Rathes nun erfahren hat, findet er, die Kommission habe weislich gehandelt, und notgedrungen will er derselben beistimmen, obgleich er sonst Eschers und Secretan's Meinung ist. In Rücksicht der Meinung von Oesch gesteht er anfrichttg, daß er hofft, das Volk Helvetiens habe nicht, im Ganzen genommen, diese Vorurtheile wider die Juden, und wenn es auch wäre, so wollen wir unabhängig von diesen Vorurtheilen nur nach den Grundsätzen des Rechts und der Constitution stimmen. - U vi Schoch glaubt, es sei weder zur Ehre noch zur Dchande der Juden, etwas mehr beizufügen, und was er sage, sage er nicht als Judenfeind, sondern als Vaterlandsfreund. Nun denkt er, soll man den Juden die Menschenrechte geben und 20 Jahre Zeit zu ihrer Besserung! — Wir sind ja damit doch noch gnädiger gegen die Juden, als Moses, der sie 40 Jahre in der Mste zu ih?55 Besserung herumführte! Da die Juden bis jetzt noch nicht Hintersassen waren, sondern alle t6 Jahre daß Recht kauften *), das Volk zu betrügen, so erlaubt uns selbst die Konstitution nicht, sie als Bürger anzunehmen, aber deßwegen sollen wir diesen Entscheid nicht vertagen, sondern sogleich bestimmen, daß wir den Juden.20 Jahre Zeit geben, um uns ihre Nützlichkeit zu beweisen, und dadurch erhält dann unser Volk Zeit sich aufzuklären, wie wir (so!) sind, so daß es sich dann nicht mehr scheuen wird, die Juden als wahre Pürge? und Mitbürger aufzunehmen und anzusehen. - ) 51 Neurom versichert, daß die Juden auch außer Helvetien, wo sie nicht so eingeschränkt wären, doch keine Handwerke trieben, sondern das Volk betrügen, wie bei uns, daher fordert e5 Tagesordnung, und will das Volk durch Annahme der Juden nicht betrüben, weil dieses vielleicht im Fall ist, sich bald um das Vaterland verdient machen zu müssen. Uebrigens will er - - - - ^. .. ' , - 's-..7.!.-.-^ *) Jedenfalls sehr charaktristisch für die Herren Verkäufe^ ' ' S^-K >