Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1860)
- Date
- 1860-05-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Verhandlung«»' des großen RaHeL tt. WSrkch betuft^ sich auf d5e Stimmendes VÄkes> welche? stndey daß die Annahme der Juden fem Elend noch, vollenden würde, worin es jetzt schon schmachtet, und so ungern es Truppen hat; so wird eS sie doch noch lieber haben, als Juden — und ichi! schon haben wir Mangel an Brod, wollen wir denn dieses Venige Brod unseren Kindern noch wegnehmen und Fremden g<^en? >— Ich glaube nein, und auch die Constitution fordert nicht Aufnahme der Juden, denn es ist ja nickt genug, Mensch M sein,' um Schweizerbürger zu werden. Er fordert also Nichtannahme der Juden ins Bürgerrecht.;!. iPoppi fordert 2» Jahre Vertagung dieser Frage. > Ä werde ziemlich einig in Rück- —ficht derVertagung sein/und nur die Frage sei, von wann an die^ Zeit ihreS Hintsrssssenrechts gerechnet werden ssL, ob erst seit der Constitution, oder seit ihrem letzten Schutzbrief von den ihevortgea Obrigkeiten. Er glaubt, dieses Letztere wäre am zweckmäßigsten und ein schicklicher Mittelweg, daher wünscht er statt nnbedwgter Vertagung weil es KJahre find, seit fie ihren Schutzbrief erneuert haben, übrigens verfichert er, daß Cnstors uni> Änderwerths gestern angeführte Thatsachen unvollständig und also unrichtig sind. ) Man ruft einstimmig zum Abstimmen. Suter widersetzt stch' dem Abstimmen. Koch folgt Suteru, weil wir der Welt zeigen sollen, daß wir aus Gründen und nicht aus Leidenschast handeln, und damit jedes Mitglied seine Erklärung bierüber öffentlich geben könne. Hub er folgt, will aber keine Mitglieder Mhr för'S^Vort einschreiben lassen. Kuhn folgt Koch. Nach länger Berathung und Verordnung in Rücksicht der Bestimmung, wird Hubers Antrag angenommen. ' Herjög.v. Effe glaubt, da es um die Menschenrechte zu thün sch so müssen wir uns mit Freimüthigkeit äußern. Man wirft den Juden Unsittlichkeit vor, aber ich stimme Begler An. daß es ungerecht ist, ganze Nationen zu verdammen; denn in allen find Gute und Böse; genug, daß die Juden Menschen sind, Menschen wie wir, daß wir also, kein Recht^haben, einen Unterschied zu machen und also die Juden als Schweizerbürger annehmen sollen. ^7 Ueverdem sandte uns das Volk hierher, nach unfern Grundsätzen zu handeln, nicht seinen Vornrtheilen zu schmeicheln, also Wen auch wir keine Rücksicht auf die Vorurtheile zu nehmen, sondern sollen unserer Ueberzeugimg gemäß sprechen; sonst würde ich nicht mehr Stellvertreter des' Volkes sein wollen! ^' Löscher stimmt der Kommission bei, daß das helvetische Boll noch nicht reif genug fei, die Juden als Brüder zu um- .1 j 5! . ' . 'I!' .'