Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1860-04-01 · Heft 4 (April 1860) · page 39

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4 (April 1860)
Date
1860-04-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/3129675-3129731-3129736--3125-3130414
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SuÄdAatk .5Ä55Sch w« im5 ^lß wenn »nd wo «n Geistlicher ei» seset kß GoÜeßhau^rweiht^ fich m snnerPredigt «cht mal^-ines Religion M «orÄ bewegen, sondern aus dem Fond, aus dem innersten Quell des Mas,?S ben^heraüssprechen soll-, für dessen sverielle Pflege und Erhaltung der yut ^» TvNpel^ errichtet wvrden ist^ Denn jede Eonfesfion ^- wenigstens wurde daz ZK ^eb ben Juden^ selbst von talmudisch-orthodoier Seite, stets anerkanntere!g Sonfefsto« Hat ihre velthistorische Bedeuwna und daher Ä-rechLigmig ihm st iSvuoercrifienz; und von diesem, ihrem specifischen Leben und Sem «u§ H Wortführer reden in dem heiligen Momente, wo er auf neue Zahrhundtch hmans^em alten Bekennwisse^ein^^mm^stätre^weihet^ Da muß de? Sa? ZhoM als Katholik, der Protestant als Protestant, der Jude als Jude de- ^! LU»ell der Beg^^ng für die avgestamM^ erschließen — aber Mez i ohne Zutolerauz. Alles uyter hen AnklsNZ-n isnigster Liebe und brüderlich AMsunA «egen alle.Menschen. Namentlich aber muß ein Rabbiner, der DvNlSvtt hegnadigt ist, auf uralt geheiligter Stätte eine Synagoge derNw zßiZ zu weihen m solcher Stunde die hohe Vergangenheit würdigen, sie tiw M jadeM^ daß fie> in ihrer hehren, wenn auch armselig gekleidete» und du z^H Sparen grpßer und schwerer Leiden an fich .tragenden Gestalt, an ihre, dach SM A^ichchum-beglückten und mit dess^ Gewändern geschmückten Söhne und Z^ter.Zewaltig und ehrfurchtgebieten^ herantrete und ihnen zurufe: „ich ^» -tzr« ^ul;e Rüther! Sorget, daß ich mich eures Reichthums, indem dt? W ie^ den Glauben nicht verarmen lasse, ebenso wenig zu schämen habe, »it M Hst.^ch meiner Armuth, die euch mit den herrlichsten Errungenschaften dn ,I Mljgion, Md der Familie bereichert hat " Von diesen Errungenschast«, M der Fülle des religiösen und Famüien-Lebens, muß er reden, das über .V« R»st«niß der Zeiten Licht und Freude ausgegossen- Warnen muß er, daß I Hek Güter nicht verloren, daß das, was die Väter für den Glauheu gM j tW, nicht vergessen werde, damit das neue Gotteshaus kein Zeuge des üs- jlanke^ Herde gegen die alte Zeit. Wenn durch solche Ermahnungen und Erw -Bingen die freudige Stimmung auch etwas leiden sollte — was wir. bei Erwägung, daß überfiandene Leiden Freuden find, keineswegs zuzebe» fpnn« so würde Mch Dieses unsere Anficht nicht ändern;, denn die .! Zangenheit ist die Mutter der Gegenwart. Nun ist freilich eine steudeßrch Z Kichs, reiche. Mutter ein freudigerer Anblick als eine arme, leidensvolle. AL-r Mchgeu^rdene» gute Minder bszrüßm die letztere wo möglich mit noch größerer ZnniMt» NM ihr für die erlittenen Unbilden des Schicksals durch vermehre Mewe^ dy; Liebe^ und Treue einen Ersatz zu gewähren. »^.c-Waa nun den Umstand betrifft, daß unsere leidensvvlle Vergangev^!j Gegenwart, vieler «nd angesehener Nichti sra elite» citirt wurde, ss b»^ eT^nIcht versSrmtt, immer der ttüben Vergangenheit gegenüber au^! :»ichti4rat1itrsche» Br^cer ehrende Gegenwatt hmzuweisen. Vorurtheilssteie Christen — und gewiß nur solche haben uns durch ihr. Erscheinen beunWe TheUnahme »ohlwvLend kundgegeben kann es nur freuen, daß eise fo traurige Zeit vorüber ist, die solche Opfer und solches. Wartyrw» acht-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.