Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 4 (April 1860)
- Date
- 1860-04-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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täj Kest-PredigW 5ei der^S^ Äli^^ln Wßten Städten und Gemeinden sich vermehrte «KS derVcksüu des Judenchums immer schrecklicher heranörohete. 'HePneseÄ fei der Ewige, unser Gott? diese bedrohliche Zeit ist zum großen Theile überwunden! Die Läuterung des GottesviWes hat im gebitdetm Israel allüberall begonnen, diesseits M^jeHits des O^ans, und die Folge davon ist, daß die Gei^? ntleÄ/ lM Lichts Gottesdienstesich wieder vo^Ädtn, wie die Blume des Frühlings sich dem verwandten Sottttöttstrahl zuwendet. Auch wir haben dieses heil. Werk begonnen Uttd/.hoffen.Siege des Lichtes von einem im. Lichte geordnetes vnd verNWn Gottesdienste. W haben der deutschen Sprache Müm verschafft, wie fich's gebührt in einem Gebetbuches das ^m Lichtt huldigt. M daß wir einen bedeutenden Theil der Gebete in der altehrwürdigen hebräischen Sprache gelassen haben,' dies geschah nicht — wir verwahren uns feierlichst dagegen! ^-"wn der alten Anschauung ein Zugeständniß zu mach.m,-sondern indem w^r die hevr. Gebete geläutert, indem wir deü 'Ballast der überschwänglichett Festgebete beseitigt, wollte» tvii die einfachen alten Gebete der Jugend und dem Volke zugänglich machen. — Denn die Wiedererlernung und Zunahme dn Keünwiß der^ hebr. Sprache bet^ ich als eine Hoffnung LsS LichteS. Ihr schüttelt das Haupt? nun, so höret! - Israeliten! wenn ihr alle Priester sein, wenn ihr wollet, daß nie Mter Stand, ein Priesterstand sich bilden solh so müsset ihr darauf sehen, Wissende;u bleiben, Wissende zit werden m Gottes heil. Worte. Wo ein Volk seine Bekenntmßschriften nicht mehr in der Ursprache;u lesen versteht und diese Kenntniß 'auf dk sich beschränkt, da entsteht früher oder später der Gegensatz zwischen Geistlichkeit und Läienwek, während Israel bisher so hoch bevorzugt war, daß kÄne Zchrer Glieder der Gevmnde, und jedes Glied der Gemeinde R'äbbi war, dem die Kenntmß der Urquellen offen lag. Ist das nicht ein geistiger Vorzug? Und wo ist noch eine Religionsze, «offenschast in der Welt, welche eine gemeinsame, dem Volke Vertraute Gotteödienstsprache besitzt, welche, wie eine üderaS heimische Pflanze, ihren Gärtnern überall hin folgt, so daß, wo tu hin kommst, ihr himmlischer Hauch dich heimisch grüßt, und du> in -einem Gotteshaufe zu Bagdad wie in einem Gotteshaus: »« San«Franciseo, in einem Gotteshause ztt Gothenburg b» Norden Europa's wie in einem GotteSl>ause auf der Kapstadt Im äußersten Süden Afrika's, dich überall unter den Deinen fichlests Nur die Erkenntniß, nur das Li cht, welches deinm Kindern durch die Kenntniß der heil. Sprache verschafft Wird, bewirkt und sichert solchen hohen Vorzug! — Lasset uns