Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 4 (April 1860)
- Date
- 1860-04-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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.^:>^M- Ksiß.M^dy,HoHnWH j KSHlisgsmond, der dfls holde Reich der Hoffnung eröffnch. .MM^ emeuere sich in Israel die Hoffnung auf d,e vermehrten. Siege deS Lichtes, auf die immer größere Ausbreitung der geläuterten Wahrheit und der klaren Gotteserkenntniß. — .. . Und so oft dieser Sabbath wiederkehrt, th. Gemeinde- und Festgenossen, erneuere sic^ in uns die Hoffnung auf den Sieg des Lichtes und des geistigen Fortschrittes zunächst in unserer' Gemeinde. Dem Lichte und der geläuterten Religionsanschaüung haben wir dieses Haus gebauel. Das bewähre sich in unserem Gottesdienste. Der jüd. Gottesdienst ist zegrundftstet im Lichte, Seine vier Bestandtheile sind L i ch i. Sein Hauplbestandtheil, das „8ekema ^lisraet", ist eingeleitet durch zwei Segevssprüche^ die feiern zuerst den Dank für dach Zicht. in der Schöpfung und dann für das Licht der Sinaltischeu Offenbarung; sein zweiter Theil, die Tefilla, das Gebet im engeren Sinnes das Lekmone-esre/beginnt in seinen Bittgebeten mit der Bitte um Licht und Erkenntniß — 015^ PIN NN^;- snn /drittn Bestandtheil, das Lesen und Erklären der heil. Schrift, ist bestimmt zur Verbreitung des Lichtes und der Erkenntniß in den bidl. und nachbibl. Religionsschriften; und der vierte Bestandtheit, die religiösen Gesänge, bewirken den Aufschwung des Geistes zum Lichte, wie die fingende Frühlingslerche zum Liether, sich aufschwingt.- . . '/^ - l 'u^^^-^ Aber dieser so licht und klar geordnete Gottesdienst, er. wurd^ getrübt im Laufe finsterer Zeiten. Eine Ueberladung von Gebern beeinträchtigte die Ordnung, ohne welche es kein Licht und keiye Klarheit gibt. Dem Gottesdienste kam der Geschmack und di« Schönheit abhanden und er wurde zum Spottlied untex den Bölkem. Die Erklärung des Gotteswortes schwand aus dm Synagogen und dafür wurden Gebete und sogenannte „Gedichte" ^) tingeflochten, die in Sprache und Inhalt unklar und düster waren, und die das Volk hersagte, ohne Sinn und Einsicht — ein unerhörtes, geistloses Lippenwerk. Als nun das Licht von anderen Seiten her in die Geister einströmte, begannen die Gotteshäuser sich zu lichten in trauriger Weise.— sie wurden leer und irpmer leerer - denn in dieses ^vku VV^Koku hineinzurufen: „.jeki or!" dazu hatten die ehrwürdigen, aufrichtig aesinnhn astey Lehrer, überrascht und mißtrauisch gegen den Geist einer neu?y Zeit, nicht den Much und das Verständnis — Das war die traurige Übergangszeit, in welcher wir viele Ms! treffliche Männer und Familien verloren; in welcher der Afall vom väterlichen Glauben an den Hauptsitzen der Geistes '-..' 5/^?. . . : '^ ^) 5iQ^?;X l^?f7,5 ^)?wüm----roStereiev» . ' ./ 1i