Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 4 (April 1860)
- Date
- 1860-04-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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I tu^^?^M'Dä» M bet-' tzoffaMg.'- 5 - H4A ß daher für diese und andere Beziehungen in unserem GotteShause Z dem Lichte hoffend zukehren den Blich -7 Allein nicht nur im GotteShause, sondern auch im Leben Israels! — Wenn wir uns rühmen des von Gott empfangenen Lichtes, wenn Israel feinen Rang. Tr^ einer reinen Gottes- Iß lehre zu sein, behaupten will, so müssm wir da^ Leben von Aberglauben und Vorurtheil und die reine Moseölchre von trübenden An- und Zusätzen späterer Zeiten läutern Darz nach brauchen wir nicht, wie nach dem Sauerteig im gegitterten!ä ^ause vor Pesach, mit Lichtern zu spähen; Mutter Religion braucht u mcht Krümmelchm dieses Sauerteigs zu legen, damit wir nicht vergeblich suchen. Denn das Haus ist voll davon. Jeder „klaekmir^ war ein „Naekmi^; d. h. jeder Rabbi deS Mittelalters, der ein!^ Verdienst und einen Segen darin suchte, das religiöse Leben zu erschweren, hat neuen Sauerteig in die göttliche Lehre gebracht, der I ihren reinen Inhalt beeinträchtigte. Dadurch ist der klaffende Riß mtstandm zwischen Lehre und Leben! Darum wie der Gottesdienst/ 1 und ganz auf dieselbe Weise, muß auch das religionsgeseyliche Leben in Israel gelichtet und geläutert werden, nicht um^es zv!^ Mstören/fondem wie die verminderten hebräischen Gebete Z ^ren Erlernung, so soll die Vereinfachung des ^lrgiösen Gesetzes dessen Uebung wieder ermöglichm And herbeifuhren. — z Dann wird eine weiter gehende Hoffnung sich erfüllen,'!aß von unserem Gotteshause Licht, Zerstreuung des Vormtheils gegen uns, auch in nichtisraelitische Kreise sich ausbreite" Wenn wir von der Außenwelt nicht mehr durch eine verfinsternde Mauer menschlicher Satzungen getrennt find; wenn der Nicht- Zsraelite sich hiex an einem gottesdienstlichen Borttage, an einenr! -emschen Gebete, an einem erhebenden Gesänge mit erbaut fühlt/ dann werden wir mit ihm, ^>ann wird ^r mit uns fühlen, daß wir Kinder EineS Vaters , Geschöpfe und Söhne Eines Gottes j seien, und^daS Licht wird seine erhabensten Triumphe feiern über jede gehässige Gesinnung und alle feindseligen Vorurcheile; „iVI«?pklsrgel" wird nicht mehr einsam stehen und trauern, sondern in miger. Einheit mit allen Völkern preisen den Einen Gott und Bater im Himmel und auf Erden. — . ^/ " Somit haben wir in der LLebe zu. und von unseren, Brüdern bereits den zweiten Theil unserer, der Hoffnung aewidi veten, zweiten Festbetrachtuvg betreten. — Denn in der Räch- »enliebe begegnen sich Licht »^nd Wärme— und unser vtst ist ein Fest d^r Hoffnung nicht blos -im Hinblick au^ daS »vachsende Licht, sondern alH und -noch weit^ mehr im Hinblut '