Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 4 (April 1860)
- Date
- 1860-04-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ZiZZ ^ejt-Predlgtew kei dtt.Sysazogstt-Wvwelhuug. dem Dienste unseres GotteS ein HauS zu gründen, um die Freude «rt Gott, welche in unserer Freude achmsnden Gsiieslehre als deräkquell aller wahren und reinm Menfchenfteude gefeiert wÄ, wieder heimisch zumachen in Israel. Noch steht unser Familiensinn in Zvlüthe; noch stießen reichlich die Quellen unserer Wohlthätigkeit; noch haberr Sabbath und Festtage ihre Wurzeln unter uns nicht ganz verloren; noch ist der Funke der Freude an Gottes "Haus und Gottes Dienst nicht erloschen: allein eben deßhalb ist es unsere Aufgabe, Männer und Frauen aus Israel, die wir im mittleren Lebensalter stehen, die wir die Erinnerung an die alte Zeit noch lebhast in uns tragen — unsere Pflicht rst es, so lange noch Kraft in uns ist, sie zur Weckung des religiösen Lebens zu nützen, die zu ersterben drohenden Wurzeln neu zu erfrischen, den!zu erlöschen drohenden Funken neu zu beleben — denn ja, Das drohete! — Wir, die Gott genannt, »^m olam«, Volk der Ewigkeit (Jesar. 44, 7); wir, dem Kerker der Judengassen ent« , lassen, hineingeschleudert in den Strudel der so lange entbehrten Weltfreude, wir waren am Meisten bedroht, wie unsere Väth als sie aus Aegypten befreit warm, dem Dienst der Äußerlichkeit zu verfallen, und „des ewigen Lebens, das Gott in unsere Mitte gepflanzt", verlustig zu werden. Heil uns, daß eS nicht geschah!.— Wehe, wenn es geschehen wäre! — Denn, wo der religiöse Funke erstirbt, da verfällt der Mann ausschließlich dm Streben nach Geldgewinn; da sinket vom Haupte des Weibes die unantastbare Krone der Weihe; da wird die Jugend hohl und leer vn^schaal; da werden Männer der Wissenschast Baals-Priester des Materialismus; da wird das Haus aus einer Stätte der Sammlung und der Zufriedenheit, ein Ort der Zerstreuung und der Vergnügungssucht; da verliert sich zuletzt auch der Geist der WohlthäLigkeiL deun alle Genußsucht macht eigennützig und selbstsüchtig. — ' Damm, wenn ihr in diesem Hause euch versauunelt zu Gott, ßu JSrael, nicht um euch von der Menschheit zu trennen, sonders im Gegentheil, um durch die Bewahrung der Lehre des einzigen Gottes daS Band der Einigung aller Menschen in Gott hnliz zu bewahren: so sei diese Stätte, wo einst unsere Väter geweint und sich gefreut, euch eine Erinnerung an die Leiden AraeH. daß ihr eurem Beruft nicht untreu werdet, und eine Erinnerung <m die Freuden Israels, damit ihr nicht irdische Lust eintauschet MM ewige Seligkeit, damit ihr nicht wie Oheim Esau um ein Gericht Linsen verkaufet eure Erstgeburt. Wenn ihr hier vernehmet dieKlänge unserer lieben deutschen Mutterspräche, so freuet euch aus Herzensgrund, daß eine bessere Zeit gekommen, vnv Mutter Deutschland auch eure Mutter geworden; wena che. aher vernehmet ^ie Klänge unserer alt-ehrwürdige»