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Der israelitische Volkslehrer · 1860-04-01 · Heft 4 (April 1860) · page 12

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4 (April 1860)
Date
1860-04-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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^l?^Fch der Srivnermtg. KAU Drüder und Schwestern , welch ein ganz anderes Gefühl flößte religiösen Fejk eueren Baten?, flößen sie noch ihren Kindern!in, wenn diese sich ihnen nicht entfremden — das erhebende, das göttliche, das reinmenschliche Gefühl: jetzt feiern Tausende mit mir/ freuen sich mit mir, erquicken sich mit mir an derselben Erinnerung, laben sich mit mir an demselben Sonnenstrahl der himmlischen Gnade, die unsere Voreltern aus Roth und Elend erlöst, hat? Und unsere heilige Tora — gelobt sei Gott, der sie uns gegeben! sie mahnet darum allemal daran, daß sich des Festes der Arme, der Besitz- und Heimathlose mitfreue; und du kannst dir dann sagen an deinem Ruh- und Festtage, ich habe beige, kagen, daß der Arme seinen „Sabbath" bereiten, seinen „Pesach" machen, seinen „Jom-tof^ halten könne, und er freuet sich nun mit mir in meinem Hause, oder an meinem Tische! Wie herrlich ist das!—Darum sei versichert, die festliche Freude deiner Väter, welche gehoben war durch den Anblick des armen Gastes an der reichbestellten Tafel, gab gewiß der Demigen nichts nach^ welche durch den Gedanken gewürzt ist, kein Armer ist in dieser Gesellschaft und nur der Hauch der Vornehmheit umgibt «ich rings umher! ... .. .. -! - . ... ^.. - u. u/! Nnd dieses führt mich zu einer neuen Klasse höherer Freuten, die unsere Väter auf uns vererbt haben, das sind die Freu-- den der Wohlthätigkeik Sie blühen noch herrlich unter uns, aber fie waren doch inniger bei unfern Vätern, weil die Armen vnd die Reichen einander näher standen. Der heute von seinem ReichLhum dem Bedürftigen gab, konnte morgen durch die Gewalt der ÜAstände seines Gutes verlustig werden; der heute einen Heimathlosen an seinem Tische sveiste., konnte morgen selbst von HauS und Stadt vertrieben Dn^ So bildete sich unter den llnsrigen jener innige Brudersinn auS, der sich jetzt auf die Menschheit ausdehnet, der aber schon damals unter den Israeliten die heiligsten Gesetze Gottes, die Gebote der Liebe und t>er Menschlichkeit, M reichsten Maße übte und die schönsten Brüder- und Schwester- Vereine hervorrief, die sich in das hohe Werk der WohlthäLigkeit Heilten. Wo aber Tugenden geübt werden, da fehlt, die Lebensfreude nicht; denu im Bewußtsein dt.c geübten Menschenpflicht Bft liegt schon die Freude, die höchste, ja, 5ie einzige Freude, w derentwillen eS sich lohnt zu leben. ....... Sehet, so hat es eüern Vätern und Müttern m jenen,ss^K Aküben Zeiten nicht an Freuden, au wahren, ächten Freuden MK Und daß gerade diese — denn die andern sind nicht aiu? HneWerth, sondern sie entwertbm.gar oft den Menschen And kntftmdea. ihn jedem höheru Streben ^iinJsra6 nicht aufhören, tanm» Haben wir -mit vjel Eifer und Ausdauer darnach gestrebt^

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