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Der israelitische Volkslehrer · 1860-04-01 · Heft 4 (April 1860) · page 10

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 4 (April 1860)
Date
1860-04-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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ö.^M» M 5er Hmueruug..^ - M Ton aus der^ Heimath, welcher dem Sohn der Berge in der z^mde chönt, im öden Flachland. — . ' «Der^isAn sei euch das Haupt der Neumonde" mit ihm beginnen die vielen, vielen ErinnerungSzeiten^ die an Israels vergangene Leidenszustände mahnen; auch die Feier dieses ersten Nisan, an welchem wir unser neues Gotteshaus weihen, hat Mächst ihre hohe Bedeutung darin, daß dieses Fest ist ein Fest der Erinnerung an die Leiden unserer Väter. — - .'/^ - ». 'v-^^, " ' ' au ihre Freuden! ^Freuden?" — rufet Mancher von euch erstaunt mir zu - ,Freuden?" — Nachdem Du uns die Fülle der Leiden Israels zezeigt hast, ist es möglich, daß es da noch Freuden gab? daß mcht alles!Licht erloschen in der Finsterniß solcher Zustände? — Wer mir aber das zurufet, der kennt sie nicht die so eigenartig uno unvergleichlich gestaltete alte, jüdische Welt, die, wunderbar ^g! bitten in so düstem Schicksalen sich eine Fülle der Heiterkeit, im Gemüthe zu bewahren verstanden hatte. Ja, gewiß! Das ist das größere Wunder in der Erhaltung Israels, daß es nicht, nur so viele Leiden überstanden, sondern so viele Freuden ßch geschaffen mitten in Druck und Trübsal. — »Dieser Neumond sei euch der erste der Neumonde'! —der Neumond aber ist nicht nur ein Bild des verhüllten, sondern auch des sich wieder enthüllenden Lichtes, jenes;eigt uns die trüben Schicksale, dieses den unerloschenen Lttahl der Freude in Israel. Ja, der Mond, nach welchem wir unsere Feste zählen, der Mond, der im Neulicht uns die dunkle, der Sonne aber die erleuchtete Seite zuwendet, er ist ein vollkommenes Bild von Israel in den Tagen, wo sein hoher Beruf den Völkern verdeckt war. Diesen zeigte es seine dunkle Seite, aber Gott, der Sonne seines Lebens, blieb stets zugekehrt die vyn ihm mit dem Lichte der höheren Freude überströmte Seite seines geistigen und gemächlichen Daseins. — . Und Dessen wollen wir gedenken heute, wo wir der Freude mit Sott und seinem heiligen Dienste einen neuen Tempel geweiht mea, damit die höhere Freude des Lebens uns vom Gotteshause ^gleite in unsere Wohnungen und dort walte, wie sie gewaltet m den Häusern unserer Vorfahren. Ja, dort waltete sie die höhere KltAde des Daseins, hervorgerufen zunächst durch dich, gesegne- ^, gottgeheiligtes Familienleben! — Der durch die Gasse des Hasses gegangene Vater, wo Zungen wie Geisseln auf ihn ^schlugen und sein Herz verwundeten, , er kam Abends in einen .wo ihn. Lif^ erwartete und seine Wunden heilte. S

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