Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 3 (März 1860)
- Date
- 1860-03-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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We RichwVA her heilig«» L«ch^ I« Jahre t8SS (5618) wmde rüstig an die Arbeit gegangen, her alte Theil pon Dornen und Gestrüppe gereinigt, der neue THeil plannt^ mit einer schönen Mauer eingefriedigt und uns« li!^eraler Landgraf bewilligte die Mittel zu einem sehr schönen, eisernen Eingangsthor. Die frühere Wildniß steht nun als em »Gartm der Seligkeit" ^I) da; möchte dieser „gute Ort", wie er auch sonst hich, für Alle, die dort Ruhe suchen, die Pforte zum wirklichen „^3n-L6en" werden, möchten nur Fromme und Gerechte dort eingehen! Aber auch welch ein Unterschied in der Anschauungs- und Denkweise zwischen den Zeiten der alten Pfalp und der jetzigen Landgrafen. Wie gerne verzeichnet der Chronist solche Fortschritte in seinen Annalen! F. ^17^ Ueber die Richtung der heiligen Lade in unseren i> '; : Synagogen. - i ^)ie in ganz Israel allgemein übliche Sitte in den Synagogen die heilige Lade nach Osten (m« zu richten/ verursaSt beim Neubau von Synagogen öfters große Schwierigkeiten in Beziehung auf Erwerbung eines geeigneten Bauplatzes, Ausführung des Planes und Anbringen deS Einganges in die Synagoge. Dieser kann deshalb häufig nicht an der Seite, die zur offenen Straße liegt, sondern muß entweder an der entgegengesetzten, nach hinten, oder südlich und nördlich angebracht werden, wodurch sowohl das äußere Ansehen der Synagoge ent, stellt^ l als auch die Symetrie gestört wird. l lEtu tn meiner Praris im vorigen Sommer mir vorgekommener Fall überzeugte mich, daß dieser Uebelstand hie und da voch häufig dadurch vermehrt wird, daß beim Bauen von neuen Synagogen man ohne Weiteres die Richtung der alten zum Maßstabe? nimmt, waS aber durchaus nickt immer so maßgebend ist, daß eine Abweichung von derselben nicht gestattet werden könne, weil die östliche Richtung selten Pracks, ja in vielen Synagogen sehr ungenau und unbestimmt ist. Dieses bewährte sich in der mir zur Entschndiwg vorgelegten Frage: ob beim Bauen der neuen Synagoge in der Gemeinde Aach, von der Richtung der alten abgewichen werden dürfe? auf das Eclatanteste. — Nach Aufnahme der Himmelsrichtung vermittelst eines Compasses durch den Architekten. — <« ist dieses der Ihnen als Anfertiger des Planes unserer hießgen Synagoge persönlich bekannte Herr Architekt Schmidt,