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Der israelitische Volkslehrer · 1860-03-01 · Heft 3 (März 1860) · page 25

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 3 (März 1860)
Date
1860-03-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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WT ««schichte eiv»» jüdische» FtieShost. Schutz auH nsH außerö^entliche Bedürfnisse zu bestreiten. Der Erlös aus dm werthvollen Eichen — das war mein erster Gs- ^auke? — kann allem die Grundlage <u einem neuen Friedbofe ' bilden And die Mittel zur Reinigung des alten bieten. " ^ch schlug aksö alle einschlagenden Sieuen in den emNeikuz -^Zch^^L^^D^ N") und nachdem ich mich überzeugt-hatte, ' Saß gär kem religiöses Bedenken im Wege stehe, schlug ich de? Gemeinde vor, die Bäume fällen zu laflen, ^verkaufen, den allen Friedhof vom Gestrüppe zu reinigen und für den Erlös ein Stück Land neben dem alten anzukaufen und einzufrieden. Zuerst stieß ich auf den Einwand, daß die Fällung der Baume die Gräber beschädigen, ja vielleicht bis in die Särge einschlagen könne. Ich berieth darüber mit befreundeten Forst- und Bauleuten, welche mit. die nöthigen Vorkehrungen angaben, um obige Befürchtungen zu entkräftigen — es half Nrchts^Die^Gemeinoe, sonst willig zu allem Guten und vom vollsten Vertrauen;u meinen Rathschlägen beseelt, war diesmal von einem,^i^a8^ gebahnt, der fie vor Entsetzen erstarren ließ. Selbst die wemgen Gemeindeglieder, die sonst nicht streng gesetzlich leben/ waren hier mit in denselben Zauberkreis gebannt. Ich mußte eben hier auch Wieder die bittere Erfahrung machen, daß de? Aberglaube stärker sei, als der Glaube, und tiefer wursie, als die Eichen in unserem Ballwalde. Ich fand hier emen ^sfivei^-Widerstand^wie^Ä ihn sonst gar nicht gewohnt war. Alle Beredsamkeit wollte nicht anschlagen. „Ihr entehret Euere Dahingeschiedenen aus Furcht vor den Tobten!" rief ich ihnen in allen Variatiönen;u — umfönst. Die Sache blieb eine Zeit lang liegen, bis wir ein Knäb« in einen erlgeu Raum zwischen;wei andern Gräbern einsenken mußten > wo beim Einsenken ein wenig Erde sich von der Seite loste und die sterblichen Reste eines Tobtet! sich vor unseren Augen blös legten, dnt wir alle noch im Lebeü als einen Ebrew wann gekannt hatten. Ein Schäudet ergriff alle Anwesenden, Imd ich benützte diesen Umstand, den Gegenstand von neuem cmjüregen. Mau entschloß fich endlich meiner förmlichen Inbetracitnahmi und beschloß, noch einen andern Rabbiner;ü consultiren, wenü ich damit einverstanden wäre. . ^: Ich hätte nichts dagegen einzuwenden, vian schlug deU da- C WklS noch lebenden greisen Rabbwer Hirsch;u Kreuznach vor, dem ich voraussetzen dürfen glaubte, daß sein Wort alle zBedenklichkeiten beseitigen würde. Eine dabin entsandte Deputa- , tlon brachte nicht nur die vollständige Zustimmung mit, Rabbiner Hirsch War sogar noch einen Schritt weitet gegangen,;ü erlauben, -Saß det Erlös aus den Bäumen auch;u andern^ Gememde;weckea ^wendet werden hürft: Nun, dachte ich, bift?Da am Ziele vnt

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