Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 3 (März 1860)
- Date
- 1860-03-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Aeichnt ti^ Gegenwart. derwillm bei Gelegenheit' eines Besuches, den ihm M. Mendelssohn in Königsberg abstattete. Was kanner dafür! Aber sein Bedienst tritt deshalb nur desto glänzender darin;u Tage, daß es ihm nicht den alten Spruch: „Was kommt denn Gutes aus Nazartth" abgenöthigt hat; es machte ihn nicht blind, sondem nur lieblos. Er erkannte genau, was wir mit Herrn Renan für unfre providentielle Mission kalten. Sind doch überall die Schulmeister bei den Schulbuben nicht sonderlich geachtet und beliebt: wie dürften wir, die Schulmeister Hox^ uns beklagen? — Wir lächeln über die kleine ankatechisirte Schwäche des hohen Denkers von Königsberg, aber wir sind beschämt über das übertriebene Herrliche, das der Herr Renan von uns aussagt, und können ihm nur in seinem Schlußsätze beistimmen der also lautet: II>)^a la uns m^tere, qae 1a seienee n'a pss emvrs pevetrö, et 66vavt Zenvsi N Im kauära peut-etre s'mellner eterosZIemevt So redet er in seiner „M8to5rs Keverale clss lanAues sewitiqaes, ksns. 1855" und in einer Ankündigung derselben im „Journal des Debats" vom 2. Dezember 1856, nachdem er vorangehend die falsche Behauptung aufgestellt, der Semitische Menschen stamm habe in sich die außerordentliche Begabung, jene hohe Gottes- und Weltanschauung aus sich selbst zu erzeugen. Das tiefe Geheimniß der Sprachbildung ist allerdings in einigem Zusammenbang mit der eigentümlichen Differenz der höchsten Begriffe von Gott und Welt. Das tritt auf eine merkwürdige Weise in einem ganz specifiscken Besitze und einer entsprechenden Besitzlosigkeit gewisser Bezeichnungen von Begriffen hervor. Dem Hebräischen fehlt aus einem tiefen, in seiner Weltanschauung liegenden Grunde der Ausdruck für die Begriffe, denn Ausdrücke sich im Griechischen und Deutschen so 'stark vertreten findenrder für die Notwendigkeit und das Schicksal. Eie fehlen der Sprache, weil sie in dem Denskreise nicht vorhanden waren, wo, vermöge der Anschauung Gottes und der sittlichen Weltordnung solche Begriffe nicht vorkommen könnten. Im Uebrigen aber zeichnete sich dieSemitenrace, daS Geschlecht Israels eingeschlossen, durchaus nicht durch eine besondere Gottes, und Geisteserkenntniß aus. Die Mehrzahl unterasiatischer Volksstämme/ und unsere eigenen Vorfahren, waren, gleich allen Geschlechtern der Erde, Götzendiener, das ist, sie schufen sich HM Gott und ihre Gotter selbst, nach Maaßgabe ihrer Culturstufe; ihre Götter warm die Ideale der eignen Vorstellungen und - ' .'"^—-^-.s: -'-;',:'!,7...1''/ ':.'-» Es ist Hier ew Gehn'mmß. welches oie M aufkläre kennte/und ,er dem sie sich vielleicht ewig tenge» muß.