Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 3 (März 1860)
- Date
- 1860-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3129675-3129731-3129735--3057-3130345- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
-Das Gebetbuch herer Zeiten und den damals auf den Juden lastenden Druck hervorgerufen wurden, unbedingt ausgeschieden — so haben wir yaS mtschiedene Recht der und ihre Ansprüche durch die Aufnahme zahlreicher Gebete und Ges^ in der Landessprache nicht minder geltend gemacht.' Dafür noch einen besondren Mund angeben wollen, hieße am gesunden Menschenverstände zweifeln. Nach mit Ausnahme sehr weniger Gebetsformeln, der gan;e Gottesdienst in jeder Sprache abgehalten werden, der öffentliche insbesondere. Dennoch sind wir von der Überzeugung tief durchdrungen, daß eine Beseitigung der hebräischen Sprache aus der Synagoge ein unser Religionszeöäude in feinem Grunde erschüttender Riß wäre und haben Versuche der Art nirgends Erfolg gehabt. Allein der Landessprache neben.dem Hebräischen einen bedeutenden Raum im Gottesdienste zuzugestehen, ist unter den jetzigen Verhältnissen nicht nur erlaubt, sondern Pflicht. — Wir haben die deutschen Gebete und Gesänge mit der Predigt als den Schluß des Gottesdienstes hingestellt, um auH dadurch, ohne allen Zwang, den religiösen Bedürfnissen und Verhältnissen gerecht zu werden. Viele Gebete, wie t^eedu ^ei'svnev!». I^eeda Dock. i>!asen ^botk. W sekedber^ed, ^t' dai-sekantim, Hbvueko Homar ere. find in zwei Fassungen, hebräisch und deutsch, aufgenommen, um den Gemeinden das Maß der beiden Sprachen freizugeben. Bei den deutschen Gesängen haben wir den Psalmen, theils in"sreien7 BearbeiMngen, theils in Uebersetzungen, wobei wir die immer herrlich bleibende Mer: delss 0 hn 'sche Uebertragunz vielfach benützten, einen bedeutenden Platz eingeräumt. Bei den Chorälen, bel den Gebeten zur stillen Andacht, sowie bei den Betrachtungen sind die Gebet- und Gesangbücher von Mannheim, Hamburgs Berlin und die s.Z. von den Herren t)rr. Auerbach und Jost dahier herausgegebene Sammlung vielfach benützt worden. Das Meiste aber ist aus des Unterzeichneten eigenen, theils schon gedruckten, theils bisher noch ungedruckten Vorräthen und dürfen wir uns der frommen Erwartung hingeben, durch diese Mittheilungen einiges Baumaterial zur Neubegründunz deS gottesdieustlichen Lebens in Israel geliefert zu haben. Die Ue der setz ung der hebräischen Gebete*), bei welcher u-N.^ Wir'warn» bestrebt, einen möglichst correcten hebräischen Druck za bewirke». Die Tonstelle haben wir nur bezeichnet, wo.sie die vorletzte Silbe trifft. Das Methfg aber haben wir überall angefügt, um dadurch dasrich< tige Lese» sowohl beim Vortragei» der Synagoge als beim Unterricht m der Schule, zu befördern. Wir glaube» dadurch dem Buche eine brauchbare Seite mehr verliehen zu haben.