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Der israelitische Volkslehrer · 1860-03-01 · Heft 3 (März 1860) · page 4

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 3 (März 1860)
Date
1860-03-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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«ach dem Ritus der neü«« Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M. Es ist also daö vorliegende Werk, in Betreff der Reformen im hebräischen Theile>.' mit sehr genauer Erwägung und allseititiqer Würdigung der. Umstände zu Stande gekommen, wie es in religiösen Dingen besonders Pflicht und Notwendigkeit ist. Was nun die Reformen selbst anbelangt, so betreffen diese Mächst die Bitte um Rückkehr nach Palästina und Wiederherstellung eines jüdischen Nationalreiches daselbst. Diese Bitte konmtt jetzt den Wenigsten aus dem Herfen und das Gebet verlangt vor Allem Wahrheit. Dasselbe gilt in noch höherem Grade von der Bitte um Wiederherstellung deS blutigen Opfercultus. Ueber diesen Gegenstand halten wir es für überflüssige uns hier des Weiteren auszulassen. Wir müßten nur Oftgesagtes und Erklärtes wiederholen Die zweite Rabbiner-Verfammiung hat diese Frage mit der größten Umsicht und Ge-t wissen.haftigkeit behandelt und ist dieselbe auch in d. Bl. wieverholt und reiflichst besprochen worden (Vgl. Volksl. Jahrg. I. S. ll9. Jahrg. I8.7.. Jahrg VU S. 181 A) Uebrigens mvolvirt eine Umänderung der Bitte um Wiederherstellung der Opfer in die Bitte, Gott möge unsere Gebete gnadenvoll aufnehmen, nur die Hervorhebung dessen, was uns zur Zeit näher am Herzen liegt, aber keineswegs eine Negirung der Opfer an sich; um die Wiederherstellung der Opfer beten zu müssen, wird wokl Niemand als eine religiöse Pflicht geltend machen können oder wollen. Dennoch haben wir zur Schonung der Gewissen die ältere Form überall mit aufgeführt, die differirenden Gebete in die stille Andacht versetzt und deßhalb bei (S. 182. 234.), wo dieses nicht anging, die alte Formel möglichst unverändert beibehalten. — Ueberhaupt waren wir bestredt, dem neuen Gebetbuche möglichst wenig die Form und das Aussehen des alten zu rauben, so daß man unserem Gottesdienste mit jeder bisherigen Tesilla recht gut folgen kann. Wir erachten dies als einen ganz besonderen Vorzug unseres Werkes, indem dadurch die Einheit der Liturgie nach Kräften gewahrt ist. - . > Dabei haben wir auch in den neueren Formen nach dem von mir in der zweiten Rabbiner-Versammlung aufgestellten .Grundsatze die Bitten um Wiederverherrlichung Zions und Jerusalems, als der Stätte, von welcher alles Licht in die Menschheit ausging, sowie die Bitte um die Aufrichtung des mesianischen Gottesreiches durch den verheißenen Messias aufrecht erhalten und dadurch der religiösen Gefühls- und Ausdrucksweise überieugungsgetreu Rechnung getragen. (S. Bolksl. Jahrg. l. S. 118.) Haben wir demgemäß in den hebräischen Gebeten dem Herkomulen, soweit es nur irgend anging, sein Recht widerfahren kffen — Gebete aber, welche durch die Religionsverfolgungen früe*

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