Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1860)
- Date
- 1860-02-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Aitch«5 dt? Seyekwärt. Durch diesen gottlosen, vön'dem Feinde unsere Seelenheiles eingeflößten und verbreiteten Jrrthum find auch manche ans euch früher vielfach verwirrt und irre geworden an ihrem katholischen Bekenntnisse. Ja, wir müssen eS mit Schmerz aussprechen, daß zu nicht geringem Aergerniß der Gläubigen, und in offenem Widerstreit mit unserem heiligen Glauben, dieser Jrrthum, leider! selbst an einer Stätte, als Inschrift gelesen wurde, welche vielmehr die entgegengesetzt e Wahrheit euch zur Richtschnur eures Glaubens hätte aufzeigen sollen." Ah! — Um nun meinen lieben Lesern „extra seeZsszsm" die jener Inschrift, des „gottlosen, von dem Feinde unseres Seelenheiles eingeflößten Jrrthums" entgegengesetzte Wahrheit, ,diese Richtschnur des Glanbens" directe vor die Augen zu stellen, sollte jene Inschrift genau so gelautet haben: „Wir glauben nicht an Einen Gott und die Liebe vereinigt nicht unS Alle", oder >, Wir glauben an einen andern Gott, und nur die, welche an diesen glauben, vereinigt die Liebe". i Habe ich das bischöfliche Wort: „Einen Gott" nicht recht interpretirt? — So viel ich weiß, hält doch auch das lutherische und, mit nur Einer Ausnahme, jede christliche Dogmatik auf den »Einen, dreieinigen Gott" genau, wie das katholische Dogma ihn faßt. Was kann also der H. Bisch o^dannt haben sagen wollen, daß es ein „vom Feinde unseres Seelenheiles", also vom bösen Geiste, vom Teufel eingeflößter Jrrthum sei, daß wir alle an Einen Gott glauben? Behüte mich der Himmel vor dem Frevel, ihm selbst, diesem gelehrten, frommen, gottesfürchtigen Bischöfe von Kul m, die Ketzerei zuzuschreiben, als habe er damit den dreieinigen Gott vom Einen unterscheiden und etwa sagen wollen--- Nun, mag ficb's der Leser selber ausfüllen', ich wag eS nicht? Ich habe leider nur die Wahl, ihm entweder einen Jrrthum, oder die schnödeste Ketzeret beizumessen. Aber er bedenke eS selbst wohl, welche verfängliche, dem Athanasischen Dogma entgegengesetzte Lehre er m seinem Ausdruck: Der Satz der ^glichen Inschrift, „wir glauben Alle an Einen Gott" sei ein Verdammungswerther, von Feinde unser« Seelenbeils eingeflößter Jrrthum, in seinem Hirtendriefe ausgesprochen und verbreitet habe! — Jetzt aber hören wir ihn weiter: : . . . „Wir freuen vnS aber mit heiliger Freude, und billigen eS durch das ganze Gewicht unserS bischöflichen flmtes, daß ihr