Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1860-02-01 · Heft 2 (Februar 1860) · page 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 2 (Februar 1860)
Date
1860-02-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3129675-3129731-3129734--3035-3130322
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

.Zeichen, der Gegenwart. lIudenknäbeÄ) gegen den Willen seines VaterS getauft hatten und festhalten wollten, durch eine tägliche Buße von 500 den Knaben dem jüdischen Vater zurückzugeben zwange vor dreihundert drei und zwanzig Jahren!) — .Und das geht so fort bis 1542, wo mittelst einer päbstlichen Wulle desselben Pabstes „der zwanzigste Theil des Gel- :des^ der S?7^ven77ün? anderer Maaren, welche aus GÄiuea kommen, dem Könige von Portugal als beständig .Aezn -Großmeister des Christordens zukommen solle. uNoch ein Pius (der V.), der die Juden aus dem Kirchenstaate Vertrieb, verordnete, daß die nach drei Monaten noch dort zurückgeblieben zu Sklaven der römischen Kirche gemacht und in immerwährende Sklaverei gebracht werden sollen. (S. Bullarium von Eisenschmied 11. p. 31.) "- Aber — wendet mir der Herr Graf ein — das ist nichts - üls aufgewärmter Kohl aus dem barbarischen Mittelalter! — Nun gut! setzen wir diese Schüssel bei Seite und kommen Sie noch ein wenig näher! Ich habe Ihnen noch etwas Frischeres in aller Bescheidenheit anzuvertrauen! Kennen Sie vielleicht die: ^lostitutiovs tdeoloSiyuvs 6e /^F^^ </s H/uns, AlvnsejZneur Louvier, a l'usaZe 6es semmaristes äe Saint-esprit a l.)vn (LM. ^sT-is „achtzehnhundert und neun und dreißig?" merken Sie wohl auf!). Schlagen Sie, guter Herr Graf,?om. Ul. : x. 2S dieses unter der Autorität der obersten^Küchenbehörde^vvn einem Bischöfe geschriebenen und von der Censurdehörde sanctio^ nirten Lehrbuchs der Kircheulehre nach, und lesen Sie — aber laut! — den Paragraphen von der Rechtmäßigkeit der Sklaverei! Haben Sie das gethan, so nehmen Sie HerrnLyom net's »,?üea6oLi6 t/vAMttt^ zur Hand, gedruckt und uapprobirt Lyon 1837, romv VII! p. 32; endlich, um keinen Zweif-l über die Rechtmäßigkeit der Sklaverei nach der strengsten Lehre Ährer Kirche zurückzubehalten, die „Historisch politischen Blätter," die in München unter Censur erschienen. Lesen iSie im Jahrgang achtzehnhundert und sechs und vierzig (1846, Heft VII, p. 412) die Kirchenlehre von der i.Sklaverer, im Artikel, überschrieben: Die Christen als lStaatsuntetthanen. Sie verstehen ja deutsch genug, um .auch diesen etwas sehr nach Bacher! schmeckenden Artikel zu verstehen, dec wörtlich also lautet: „Jeder menschlichen eivgesetzten Gewalt, welcher Gott diese Gewalt verliehen hat, e5 seien Könige oder Statthalter oder fpnst irgendwelche Herren, soll von denen ihre« Qnterthanen gehorcht werden, so daß die Kirche, w ndem. sie dies befiehlt, auch den au sich unnatürliches ZaftaÄ

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.