Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1851)
- Date
- 1851-06-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Sedächtaißrede am Grab, Aohlfon'S. jtz^ de» menschlichen Fehlern seines irdischen Gefährten, die geistige Bruderhand über die Grnft hinaus reichen und sprechen, im Namen Israels und im Namen unserer hiesigen Gemeinde: Dank dir, aufrichtigen Dank für DaS, was du unter den Sterblichen geleistet yast! Dein Andenken bleibe zum Segen! — Unser Bruder Z. Joseph Johlfohn«) erblickte das Licht der Welt zu Fulda im Jahre der Welt 5N7 (!777). Als Sohn eines dortigen Rabbiners, Raddi .losepl!) ward ihm frühzeitig von dem denkenden Vater der Zprachschlüssel zu den heiligen Schriften des Judenthums anvertraut, deren Erforschung, Erklärung und nutzbringender Anwendung seine Kräfte als Jüngling, Mann und Greis in gleichbleibender Liebe gewidmet waren. Mit Fleiß nnd ausdauernder Hingebung überwand er alle Schwierigkeiten der Lelbstbelehrung; denn selbsterworbenes Eigenthum waren alle die Schätze, die er auf verschiedenen Gebieten des Wissens zu sammeln eifrig bemüht war. Es war eine rührige Zeit, in die seine Jngend siel; die Saat, die Mendelsohn und seine Junger auSgestreuet, keimte allenthalben uud verlangte nach iungen, rüstigen Gärtnern; die gewaltigen Ereignisse, die von Westen her die Weit erschütterten, erweckten schlummernde Kräfte namentlich bei den die Morgenwache der Freiheit ahnenden Israeliten; und I ohlsohn nützte seine Zeit, um dereinst seiner Zeit nützlich zu werden. Frühzeitig führte ihn die Vorsehung nach unserer Vaterstadt, in welcher und von welcher ans er spater nachhaltig auf die Entwicklung unserer religiösen Zustande einwirken sollte; und wenn er gleich die Stadt wieder verließ, wo er in Privathäusern Unterricht ertheilt hatte, um in dem denachtbarten K r e u z u a ch, welches damals unter französischer Herrschaft stand, als Professor an einer dortigen höheren öffentlichen Bildungsanstalt das Hebräische und andrere Lehrgegenstände mit Geschick und Erfolg zu lehren, so kehrte er doch bald, im Jahre 1853, nachdem er sich im Jahre!8l0 mit der ihn überlebenden, um seinen Verlust tiefbetrübteu Lebensgefährtin, Frau Hannchen, geb. MaaS, auS Offenbach, vermählt hatte, hierher zurück, um auf den Ruf des damaligen Großherzogs, die Stelle eines Lehrers der Religion und hebräischen Sprache am Philanthrop in, unserer jetzigen „iSraelitischen Realschule," zu übernehmen, deren damals schwellende *> YN^S epi' -rvinv?