Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1851)
- Date
- 1851-06-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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«. Gedächtnißrede am Grabe Johlsohn Sonntage, den tS. Juni l851. — -«'"'IN'N 7»^v 1"!Z) -V^N 0^2^VW (Dan. 12. S.) O^P*? 0^22122 V^N Freunde! Mitbürger! Gemeindegenossen? Wenn die letzten vierzig Jahre für die israelitische Glaubensgemeinschaft in ganz Deutschland, und namentlich in unserer hiesigen Vaterstadt, von ebenso unendlicher Bedeutung gewesen, als sie von unberechenbarer Tragweite geworden sind, jo gebührt ein guter Theil des Ruhmes aus dem siegreichen Kampfe gegen vielhundertjährigeS Vorurtheil in und gegen ZSrael dem ausgezeichneten Manne, dessen sterbliche Ueberreste wir nun der Erde anvertrauen, dessen Namen aber auf den Blättern unserer Religionsgeschichte, unter den vielen Mitbaunn am Gebäude unserer Neuzeit, mit unvergänglicher Schritt ver zeichnet bleiben wird. Gewiß, im ganzen deutschen Vaterlandc, ja, weit über dasselbe hinaus, wo die Traucrkunde vom Tode Johlsohn's ertönen wird, tansende von denkenden und dankbaren Glaubensbrüdern werden diese Botschaft mit Schmerz vernehmen, und sein Andenken segnend, werden sie in auerken nender Würdigung seiner großen Verdienste auSrusen: Ruhm seinem Pamen! Ehre seinem strebenden Geiste! — Uns aber, Mitbürger nnd Gemeindegenossen, in deren Mitte er gelebt und gewirkt, uns vor Allen ziemt es, bei dieser traurigen Gelegenheit, da wieder die Lebensuhr eines tüchtigen Arbeiteis abgelaufen ist, welcher unter Kamps und großer Beschwerde den spröden Boden der Neuzeit für die zu rettende, edlere Saat anS der alten urbar zu machen bestrebt war — uns. sage ich. ziemt sS, in dieser ernsten Gerichtsballe, wo über ein abgeschlossenes Leben nur die Wahrheit das Urtkeil spricht, die tief eingreifende Wirksamkeit dieses Lehrers in Israel unS zum Bewußtsein zu bringen, damit wir am Grabe, wo die leibliche Erscheinung dahingewelkt vor uns liegt, gleichsam die Frucht feines Wirkens und Strebens erfassen und in die Vorrathskammer unseres Geistes zur Aufbewahrung niederlegen; damit wir am Grabe dem seligen Drudergente, uns aussöhnend mit