Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1851)
- Date
- 1851-06-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Sonfirmationshandlung. t39 ysllen Gedenken anempfohlen? Möge diese Fe;er, wel^e »etzt bereits eine Reihe von' Jahren in diesem Gotteshause die Gemüther ergreift und heiligt, fort und fort ihre segensreiche Wirkung bewähren und ausdehnen, hier wie in ganz Israel, für die Gemeinden wie für ihre Rabbinen! Denn für die letzteren bildet dieser Tag und der Tag der Versöhnung die beiden Aren ihres heiligen Berufslebens, und in Wahrheit! auch das heutige Fest ist ein Fest der Versöhnung, denn es ist ein Fest der Liebe! Da söhnen wir uns von ganzem Herzen mit unserem beschwerlichen Amte aus; denn die heiligste Freude, Eltern und Kindern eine selige Stunde bereitet zu haben, erfüllt unser Gemüth! Und mir, th. Z., ist das heutige Fest von besonderer Bedeutung, denn auch mir vollendet sich heute eine Zahrwoche; es ist daS siebente Confirmationsfeg, das mich Gott begnadigt, in deiner Mitte, israelitische Gemeinde Frankfurts, zu begehen. Es war eine schwere, mühevolle Woche, tie hinter mir liegt, doch ich bin gewiß, daß meine Mühe nicht ohne grucht und ohne Segen sein wird für mich und für die Gemeinde, mit welcher ich mein Schicksal so innig verwebt fühle. Siebenzig veiner Kinder habe ich in diesem Zeiträume in die Gemeinschaft der Erwähnen eingeführt, eine kleine Zahl fürwahr im Verhältnisse zu unserer Gemeinde, die Gott segnen wolle, eine so kleine Zahl, daß ich im Hinblicke auf all' die Zerrüttung und alle die Spaltungen, wovon keine sich schließen will, verzweifeln müßte am endlichen Siege der Religion im Bunde mit dem Fortschritte, wäre nicht stark in mir die Kraft Gottes, die mich aufrecht erhält und nie, nie am Erfolge verzagen läßt! Und wurzelte ja auch Israeli» seinem heiligen Berufe, Lehrer des einzigen Gottes zu sein, ,VZ,^mit kleiner Zahl, O-^2N2. mit siebenzig Personen, in der Menschheit ein, und so hoffe auch ich zu Gott, durch eure Kinder immer tiefer in die Gemeinde einzuwurzeln, nicht meinetwegen, denn ich bin ein vergänglicher Mensch, sondern um der unvergänglichen Vehre unseres Gottes wegen, daß ihre Wurzeln durch die Jugend neu sich ausbreiten und trinken mögen in der Tiefe aus dem ewigen Urquell unserer Thora, daß ihre Zweige im freien Gebiete der Gegenwart sich ausbreiten und Früchte bringen mögen, wie das Licht der Zeit sie fordert und fördert, daß an uns in Erfüllung gehe das herrliche Wort des Propheten (Jesai. 59. 2!): „Ich aber, das ist mein Bund mit ihnen, spricht der Ewige, mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich gelegt in reinen Mund, sie sollen nicht weichen aus deinem Munde und dem Munde deiner Kinder und dem Munde deiner Kindeskinder, spricht der Ewige, von nun an bis inEwigkeit!" Amen. (Gesang s?d G-W.)