Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1851)
- Date
- 1851-05-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I». Gottesdienstliches. Sie Gottesdienstordnung in der Hauptsynagoge zu Frankfurt aM. (Fortsetzung.) IV. Wir kommen nun zu einem sehr wichtigen Abschnitte, zu den llULTÜm, und den damit zusammenhängenden Gebetstellen, die sich auf Wiederherstellung des Opferkultus, überhaupt auf die messianische Zeit beziehen. Daß dieser hohen Verheißungen Israels und der Menschheit im Gebet allsabbathlich Erwähnung geschehe, und dazu insbesondere das Musaf sich eigne, um mit dem Höchsten, was die Religionsgemeinde und das Menschengeschlecht ersehnet, die Andacht zu schließen und', zu krönen, ist sicher ein Gedanke , der hohe. Würdigung und Geltendmachung verdient. Rur müssen jene Hoffnungen unserem GlaubeuSbcwußtsein, unserer religiösen Anschauung in der Gegenwart entsprechen! Denn das Gebet, die Unterredung der Seele mit Gott, muß dem Worte, als dem Ausdrucke unserer Gedanken, die höchste Weihe geben; es muß Wahrheit, nichts als Wahrheit sein. Von weichender messianischen Hoffnungen, wie sie bis auf diesen Tag in Israel durch daS Gebet zum Ausdrucke kamen, können wir nun sagen, sie sind Wahrheit? sie sind der Ausdruck unserer sehnlichsten, aufrichtigsten Wünsche? Nm diese Frage gehörig zu beantworten, wollen wir jene Hoffnungen einmal zusammenstellen. ES find deren vier: 1) daß das Reich des einzigen GotteS auf dieser Erde durch einen auserwählten Mann, Messra S, werde gestiftet werden; 2) daß Jerusalem anS seinem Schutt erstehen, und der Tempel deS einzigen und einigen GotteS daselbst auf's Neue werde gegründet sein in Herrlichkeit, als ein Bethaus für alle Völker;